LR Sobotka präsentierte Schwerpunkte der NÖ Umweltpolitik
2004
St. Pölten (nlk) - Aufbauend auf 216 Klimabündnis-Gemeinden, 60.000 „Natur im Garten“-Ratgeber-Abonnenten,
25.000 Beratungen am Gartentelefon, über 16.000 Besuchern von Gartenfesten, 6.000 Abonnenten des „Besser Essen“-Ordners
und den in der Abfallwirtschaft sehr erfolgreichen Projekten wie dem NÖLI, der E-Schrott-Sammlung oder dem
Weihnachtssack habe sich die NÖ Umweltpolitik für 2004 vor allem die Schonung der Ressourcen und den
Ausbau der Lebensqualität zum Ziel gesetzt, sagte Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka am Freitag (30. 01.) in St. Pölten
Im Bereich des Klimabündnisses würden die Projekte fortgesetzt, die wirtschaftlich und umweltpolitisch
Sinn machen und die Wertschöpfung im Land belassen, betonte dabei Sobotka. Dazu soll ein Klimaschutzprogramm,
das alle Sektoren im Land abdeckt, heuer beschlossen werden. Die Sonderförderaktion für Klimabündnis-Gemeinden
mit 7.200 Euro pro Gemeinde wird fortgesetzt. Der Klimabündnis-Schwerpunkt in der Buckligen Welt wird heuer
abgeschlossen, stattdessen ein grenzüberschreitendes Projekt mit den Nachbarländern gestartet.
Im Herbst 2004 werde es ein neues „Keep cool“-Computerspiel geben, der Holzbaupreis werde auf eine neue Initiative
für ökologisches Bauen ausgedehnt, so Sobotka weiter. Dazu wird die Aktion „Zweirad ist Freirad“ werde
auf 25 Gemeinden ausgeweitet, der Wienerwald bleibt Schwerpunkt der Verkehrssparaktion. Zudem würden Umwelttreffen
mit Tschechien und der Slowakei, wo es bereits erste Klimabündnis-Gemeinden gibt, auf Ministerebene vorbereitet.
In der Abfallwirtschaft wird es eine eigene Mülltrenn-Kampagne für Jugendliche, eine Verstärkung
der E-Schrott-Sammlung und einen Ausbau der Sammelzentren geben. Ebenso wird der NÖLI mit größeren
Gebinden auch für die Gastronomie interessant gemacht, der Mehrwegbecher soll in Niederösterreich flächendeckend
Anwendung finden. Altlasten würden von Wilhelmsburg bis zu den Betonfeldern neben der Fischer-Deponie weiterhin
effizient und kostengünstig beseitigt, so Sobotka.
Auch beim Ausbau der Lebensqualität setzt der Umwelt-Landesrat auf eine vorausschauende statt auf eine reparierende
Umweltpolitik: Die Aktion „Natur im Garten“, die sich zum Ziel gesetzt hat, Niederösterreich zum Top-Gartenland
in Europa zu machen, wird u.a. mit einem Schwerpunkt zur Gestaltung von Schulgärten, einer Bepflanzungsaktion
im Rahmen der Spielplatzförderung und eigenen Buchserien wie „Kinder im Garten“ oder „Apotheke am Wegesrand“
fortgesetzt.
Im Rahmen der Aktion „Gesünder leben“ wird es eine Road-Show und eine Entspannungs- und Bewegungs-CD geben.
Der Rezepteordner soll ausgebaut, die Kooperation mit der Gastronomie gesucht und eine eigene Trinkflasche für
Arbeiter und Pendler produziert werden. Im Schulbereich würden die Unterrichtsmaterialien im Ökolog-Ordner
erweitert und ein eigenes Kindermusiktheaterstück kreiert, das bei den Kindern Lust auf Eigenverantwortung
wecken soll, so Sobotka. |