Burg Forchtenstein zeigt heuer »Uhr-Werke«  

erstellt am
06. 02. 04

Auf Burg Forchtenstein laufen die Vorbereitungen für die Ausstellung "Uhr-Werke".
Forchtenstein (bvz.at) - Vom 23. April bis 31. Oktober werden 70 prunkvolle, aber auch kuriose Objekte zum Thema Uhren, Automaten und wissenschaftliche Instrumente aus den Esterhazyschen Sammlungen gezeigt. Die vorjährige Sonderausstellung auf Burg Forchtenstein "Geheimnisse der Esterhazy-Schatzkammer" lockte mehr als 57.000 Besucher an. Laut Generaldirektor Stefan Ottrubay besuchten 2003 mehr als 200.000 Gäste Esterhazysche Ausstellungen und Kunstdenkmäler. Damit erwies sich der Name "Esterhazy" als ein Magnet für den Kulturtourismus im Burgenland.

In der Schau "Uhr-Werke" werden die Objekte aus den Sammlungen des Fürstenhauses durch Leihgaben aus der Esterhazy-Schatzkammer des Kunstgewerbemuseums in Budapest, aus dem Burgenländischen Landesmuseum, dem Kunsthistorischen Museum Wien sowie zahlreicher privater Sammler ergänzt. Den Schwerpunkt bilden mechanische Räderuhren des 17. und 18. Jahrhunderts mit vielen Funktionen. Moderne Multimediatechnik macht es möglich, dass die Spielwerke für die Besucher gangbar und hörbar gemacht werden. Auch heuer wird wieder ein eigenes Kinderprogramm ("Vom Nürnberger Eierlein zur Swatch") angeboten.

Die Waffensammlung auf Burg Forchtenstein - die größte private ihrer Art in Europa - kann vom 1. April bis 31. Oktober im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Sie belegt die militärische Präsenz der Familie Esterhazy in den großen Kriegen in Europa, von den Türkenkriegen bis zu den Napoleonischen Kriegen. Zu sehen ist die komplette Ausrüstung der Palatinalheere und der Esterhazyschen Infanterie- und Husarenregimenter.

Neben den beiden Ausstellungen laufen auch groß angelegte Restaurierungsprojekte an den Fassaden des Innenhofes. 2002/2003 wurden die Wandmalereien der Ost- und die Südfassade der Hochburg freigelegt. Diese einzigartigen Wandmalereien zeigen die Genealogie der Habsburger-Kaiser des 17. Jahrhunderts und von Kaisern aus der römischen Antike.

Die Nord- und die Westfassade sowie der Durchgang von der oberen Bastei in den Innenhof stehen 2004 im Mittelpunkt der Restaurierungsarbeiten. Mit der teilweisen Freilegung der noch vorhandenen Wandmalereien und der Restaurierung der übrigen Fassadenteile wird sich dem Besucher von Burg Forchtenstein eine einzigartige barocke Palastanlage präsentieren.

Quelle:

     
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