EU-Entscheidung zu Ryanair hat keine Auswirkungen auf Flughafen Klagenfurt  

erstellt am
04. 02. 04

Alle Flugverbindungen EU-konform und europaweit ausgeschrieben – Keine Subventionen von Kärntner Seite für Low-Cost-Carrier
Klagenfurt (lpd) - Der für Dienstag (03. 02.) angekündigten Entscheidung der EU-Kommission, Subventionszahlungen an die Ryanair künftig zu verbieten, sieht Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger gelassen entgegen. Denn im Unterschied zu anderen Destinationen zahle das Land Kärnten keine Subventionen, also keine direkten finanziellen Zuschüsse an die Low Cost Carrier wie Ryanair und Hapag Lloyd Express.

Das Land Kärnten arbeite hingegen mit Marketingbeiträgen, womit touristische Quellmärkte von Kärnten bearbeitet werden, so Pfeifenberger. Diese Variante sei wettbewerbsrechtlich zur Gänze legitim. Weiters wurden im Gegensatz zum belgischen Regionalflughafen Charleroi alle Destinationen, die von Klagenfurt am Luftweg mit Billigfuglinien erreichbar sind, europaweit und EU-Konform ausgeschrieben, betonte Johannes Gatterer als Chef der Destinations Management GmbH des Landes.

Pfeifenberger betonte, dass gerade die EU einen gesunden Wettbewerb zulassen und nicht nur der Lobby der alten und eingesessenen Fluglinien gehorchen solle. Er werde auf keinen Fall die erfolgreiche Strategie für Kärnten ändern. Im Gegenteil: Pfeifenberger plant den massiven Ausbau der Low-Cost-Anbindungen auch nach Süd- und Osteuropa.

Der Wirtschaftsreferent sagte weiters, dass Klagenfurt als einziger Flughafen die Low-Cost-Carrier Anbindungen europaweit ausgeschrieben habe. Daher seien keinerlei Auswirkungen auf die bestehenden Destinationen zu erwarten, so Pfeifenberger. Der Referent wehrt sich auch gegen Panikreaktionen und dünne Argumente der AUA. Denn die AUA beispielsweise erhalte für eine direkte Flugverbindung von Innsbruck nach London eine Million Euro an Subvention, so Pfeifenberger.
     
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