Aichern: Florian war ein Laie  

erstellt am
01. 03. 04

Linz (diözese) - Zum „Florianjahr 2004“ beschäftigt sich der Linzer Bischof Maximilian Aichern in seinem Bischofswort zur Fastenzeit mit dem Leben und Sterben des Märtyrers. Das Schreiben mit dem Titel „Der Heilige Märtyrer Florian“ wurde am Wochenende in den oberösterreichischen Kirchen verlesen und liegt außerdem als eigene Broschüre in der Kirchenzeitung der Diözese Linz sowie in der OÖ Feuerwehrzeitung bei. Einleitend lädt Aichern dazu ein, heuer die Fastenzeit zu nützen „um uns nicht nur auf Ostern, sondern auch auf dieses Fest des großen Märtyrers vorzubereiten“.

„Florian war kein Bischof und kein Mönch, Florian war Laie“, führt Bischof Aichern in seinem Schreiben aus. „Aus seinem Verhalten während der Verfolgung der Christen durch den römischen Kaiser ergibt sich der klare Schluss, dass er seine Taufe sehr ernst genommen hat“, schreibt Bischof Aichern weiter. Er sei somit Vorbild für jede Christin und jeden Christen. Der Glaube des hl. Florian war nicht eine Sache des Gefühls, sondern „er hatte Konsequenzen für sein Leben und Verhalten“.

Die Religion gelte heute für viele als Privatsache, die nicht unter dem Anspruch der Wahrheit und Liebe stehe, sondern individuelle Bedürfnisse erfüllen solle. „Solidarität ist aber Verantwortung für das Ganze“, erläutert Bischof Aichern. Die Kirche sei dann im Geist Jesu tätig, „wenn sie bei den konkreten Sorgen der Menschen ist“, schreibt Aichern weiter. Es genüge nicht, auf einige hervorragende Christen hinweisen zu können. Das Leben nach dem Beispiel Jesu und der Heiligen müsse sich täglich an der Basis ereignen, „von Mensch zu Mensch, im Verborgenen und in der Öffentlichkeit“.

Und auf die Bedeutung der Pfarren und kirchlichen Bewegungen verweisend zitiert der Bischof aus einem Schreiben des Papstes: „Unsere Kirchengemeinden sind aufgerufen, wahre Übungsplätze für gemeinschaftliches Miteinander zu sein.“
     
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