Pharma-Broschüren: Verhaltenskodex sorgt für Richtigkeit  

erstellt am
26. 02. 04

Pharmig reagiert gelassen auf Studie über »verzerrte« Arzneimittel-Information
Wien (pts) - Eine deutsche Studie behauptet, dass in Arzneimittel-Informationen Wirkungen und Nebenwirkungen "verzerrt" dargestellt werden. Extra für solche Fälle gibt es den Pharmig-Verhaltenskodex. Somit läßt sich die Studie auf Österreich nicht übertragen. "Die OÖGKK hätte jederzeit die Möglichkeit gehabt, eine diesbezügliche Beschwerde nach dem Kodex bei der Pharmig einzubringen," zeigt sich Erhard P. Geisler, Geschäftsführer der Pharmig, über das Gezeter der GKK erstaunt. In den letzten 20 Jahren ist dies aber kein einziges Mal (auch nicht von einem Universitätsinstitut oder einem Arzt) geschehen.

Konkurrenzfirmen sind da wesentlich aktiver: Zwei bis drei Mal im Jahr gehen diesbezüglich Beschwerden in der Pharmig ein. Sofern sie überhaupt berechtigt erhoben wurden, werden die beanstandeten Formulierungen korrigiert.

Die Pharmig kritisiert ebenfalls den Inhalt der deutschen Studie. Diese behauptet, dass "58% der Aussagen überhaupt nicht durch Quellenangaben belegt" sind. Oft handelt es sich dabei aber um Wirkstoffe, die ohnehin bereits so bekannt, so bewährt und so oft dokumentiert sind, dass derartige Informationen den Arzt nur langweilen. Genau das ist aber nicht die Aufgabe einer seriösen Arzneimittel-Information. Ähnlich praxisfremd seien die anderen Kritikpunkte der angeblichen Studie.

"Ein Sturm im Wasserglas!" kommentiert der Pharmig-Geschäftsführer heute und ergänzt trocken: "Ich warte auf die erste konkrete Beschwerde von aussen, die beweist, dass die "Studie" Recht hat - aber da kann ich vermutlich noch lange warten.
     
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