Wissenschaft abseits von Strand und Palmen  

erstellt am
24. 03. 04

20 Jahren wissenschaftliche Beziehungen zwischen Thailand und Österreich - Kronprinzessin zu Gast in Innsbruck - ÖAD im Dienste der Kooperation
Wien / Innsbruck (öad) - Mit einem großen Festakt wird diese Woche das 20jährige Jubiläum der wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Thailand und Österreich bedacht. Frühere und heutige Minister, Rektoren und Professoren werden dabei die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck für einige Tage zur Wissenschaftshauptstadt Österreichs machen. Besonderer Ehrengast beim dienstäglichen Festakt ist Ihre königliche Hoheit Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn von Thailand.

Hinter dem feierlich begangenen Jubiläum steht mehr als ein Viertel Jahrhundert aktiver wissenschaftlicher Partnerschaft, die heute alle Bereiche des akademischen Lebens umfasst. Motor der Kooperation ist dabei das 1994 gegründete ASEAN-European University Network (ASEA-Uninet), welches sich von einer österreichisch-thailändischen Zusammenarbeit auf ganz Südostasien ausdehnte. Innerhalb des Netzwerks werden durch das heimische Bildungsministerium zahlreiche gemeinsame Projekte, Forschungsaufenthalte, Sommerschulen und Kurzstipendien finanziert. Der größten Anteil an Unterstützung für die Wissenschaftskooperation hat die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (EZA), die seit 1990 mehr als 100 Stipendien für junge thailändische Universitätsangehörige zur Verfügung stellte. Auf Ebene höchster Professionalität werden medizinische, naturwissenschaftliche und technische Projekte betrieben.

Seit vielen Jahren steht der Österreichische Austauschdienst (ÖAD) der akademischen Kooperation mit Thailand unterstützend zur Seite. Die Betreuung von Stipendiaten gehört dabei ebenso zu seinen Aufgaben wie die Übernahme von administrativen Agenden im Zusammenhang mit den beschriebenen Netzwerkaktivitäten.

Dass von der wissenschaftlichen Zusammenarbeit auch heimische Unternehmen profitieren, machen erfolgreiche Folgeprojekte deutlich. So wurden etwa wesentliche Aufträge im Zusammenhang mit dem U-Bahn-Bau der Achtmillionenstadt Bangkok an eine österreichische Firma vergeben. Grund für diesen Bezug in die Alpen: der thailändische Bauleiter hatte in den Achtziger Jahren sein Doktorat im Rahmen eines Stipendiums an der Universität Innsbruck erworben.

Doch völlig abseits von Strand und Palmen kann wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Thailand nicht agieren. Dies zeigen Projekte wie jenes der Fakultät für Tourismus der südthailändischen Prince-of-Songkla-Universität. Gemeinsam mit österreichischen Lehrenden findet jedes Jahr eine Sommerschule für Touristik auf der Ferieninsel Phuket statt. Anschauungsunterricht für die angehenden Fremdenverkehrsfachleute inbegriffen.

Informationen: http://www.oead.ac.at
     
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