Ehrung für einen Großen der österreichischen Auslandskulturpolitik  

erstellt am
11. 05. 04

Wien (bm:bwk) - Die Jurij-Fejdkovich-Universität Czernowitz, die letzte Universitätsgründung der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, ehrte am Sonntag (09. 05.) den Geschäftsführer der Österreich-Kooperation in Bildung, Wissenschaft und Kultur, Sektionschef i.R. Dr. Bernhard Stillfried mit dem Ehrendoktorat der philosophischen Fakultät. Die zahlreichen und intensiven Kooperationen zwischen Österreich und der südwestlichsten Universität der Ukraine, die zu einem guten Teil auf das unermüdliche Engagement Stillfrieds zurückgehen, waren ausschlaggebend für die Entscheidung der universitären Gremien.

Für Stillfried, der einen Großteil seines beruflichen Lebens im Dienste der Auslandskulturarbeit in Kairo und London verbrachte und später Leiter der kulturpolitischen Sektion im Außenministerium wurde, ist dies bereits das zweite ukrainische Ehrendoktorat. Erst im letzten Jahr wurde ihm das Ehrendoktorat der philosophischen Fakultät der Ivan Franko-Nationaluniversität Lemberg verliehen. An dieser westukrainischen Universität wurde auf Betreiben Stillfrieds durch Bundesministerin Elisabeth Gehrer ein „Österreichisch-Ukra­inisches Kooperationsbüro für Bildung, Wissenschaft und Kultur“ eingerichtet, das seit 1998 die diesbezügliche umfangreiche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern koordiniert und vorantreibt.

Stillfried, der sich mit einem Vortrag über bukowinische Abgeordnete im Österreichischen Reichstag bedankte meinte: „Gerade nach dem EU-Beitritt der mitteleuropäischen Nachbarländer Österreichs ist es wichtig, dass die an den neuen Außengrenzen der EU liegenden Staaten intensiv in den wissenschaftlichen und kulturellen Dialog mit der Europäischen Union eingebunden werden. Österreich sollte dabei weiterhin an vorderster Stelle mitarbeiten“.
     
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