Oberbefehlshaber der NATO bei General Ertl  

erstellt am
18. 05. 04

Österreichs Engagement am Balkan findet bei NATO hohe Anerkennung
Wien (bmlv) - US-General James L. Jones, Oberbefehlshaber der NATO/Europa (SACEUR) und zugleich Oberkommandierender der US Streitkräfte in Europa hat am Montag (17. 05.) den Chef des Generalstabes General Roland Ertl zu einem Arbeitsgespräch in Wien besucht. Themen waren die Rolle der NATO und der EU bei der Stabilisierung des Balkans, die Schaffung von rasch verfügbaren Kräften für NATO und EU und die Weiterentwicklung der Rolle der EU-Staaten, die nicht in der NATO sind.

Österreich hat sein Schwergewicht der sicherheitspolitischen Interessen am Balkan und leistet daher einen wesentlichen Beitrag zu den friedensunterstützenden Einsätzen (Peace Support Operations) in diesem Raum . "Dieses Engagement, die rasche Entsendung von Verstärkungen im Zuge der letzten Krise im Kosovo, sowie die Qualität der österreichischen Soldaten finden bei der NATO hohe Anerkennung" sagte General James L. Jones während des Arbeitsbesuches. Die NATO wird ihr Engagement am Balkan trotz des steigenden Bedarfs zur Durchführung von Einsätzen außerhalb der europäischen Union vorerst aufrechterhalten. "Die EU hat allerdings eine Verantwortung im Bereich des Krisenmanagements, insbesondere innerhalb von Europa wahrzunehmen. Ein wichtiger Schritt ist in diesem Zusammenhang die beabsichtigte Übernahme der NATO Mission SFOR in Bosnien-Herzegowina durch die EU im Dezember 2004 " betonte General Roland Ertl.

General James L. Jones ist seit Jänner 2003 der Supreme Allied Commander Europe (SACEUR), der Oberbefehlshaber der NATO in Europa und ist zuständig für die Durchführung aller NATO Operationen einschließlich Balkan und Afghanistan.
Als Oberkommandierender der US Streitkräfte in Europa leitet Jones weiters die europäischen Teile von U.S Army, U.S. Navy, U.S. Air Force, U.S. Marine Corps und der Spezialeinsatzkräfte und unterstützt damit die Interessen, die die USA in 93 Ländern in Mittel- und Osteuropa, Afrika und Teilen des Nahen Ostens verfolgt.
     
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