Burgstaller besuchte die kleine Gemeinde der Sikhs in Salzburg / Beispiel für erfolgreiche
Integration eigener Kultur und Religion
Salzburg (lk) - Auch für die Religion der Sikhs ist der Sonntag ein heiliger Tag, denn an diesem
Tag versammelt sich die Gemeinde, und der Priester liest aus dem heiligen Buch der Sikhs dem Guru Granth Sahib
vor, es wird gemeinsam gegessen und gefeiert. Die Salzburger Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller war am Sonntag
(13. 06.) Gast der Sikhgemeinde: „Es stellt Salzburg ein gutes Zeichen aus, wenn das
Land für eine Gemeinde wie die Ihre neue Heimat werden konnte. Sie sind schon seit Jahren Bürger dieses
Landes, oder wollen es werden, dabei hängen ihre Herzen auch noch an der alten Heimat, dem tausende Kilometer
entfernten Panjab, dem sie nichts sehnlicher als Frieden wünschen – und nach jahrzehntelangen Bürgerkriegen
ist dort auch endlich – zumindest relative – Ruhe eingekehrt. Für Sie hier wünsche ich mir, dass Sie
sich in Salzburg zu Hause fühlen, Sie und die Ideale ihrer Religion, Toleranz und Friedensliebe sind, bei
uns gut aufgehoben. Sie sind ein Beispiel für eine erfolgreiche Integration, gerade weil Sie auch ihre eigene
kulturelle und religiöse Identität erhalten haben“, sagte Burgstaller.
Die Landeshauptfrau nahm auch an einem rituellen Mahl teil, die Gäste waren einhellig der Meinung, dass auch
die Küche der Neo-Salzburger eine kulturelle Bereicherung darstellt.
„Die Salzburger Sikh-Gemeinde besteht aus rund 750 Personen“, sagt Herr Kussa, der Mann, der den Verein der Salzburger
Sikhs erst vor ein paar Monaten wieder ins Leben gerufen hat. Kussa hält diese Gemeinde zusammen, denn in
letzter Zeit hatte auch die bindende Kraft der gemeinsamen Religion und des Brauchtums nachgelassen, die Gemeinde
drohte sich zu verlaufen. Kussas Name hat Klang in der weltweit verstreuten Sikh-Gemeinde – er ist mehrfacher Buchautor
– seine Themen haben viel mit der ursprünglichen Heimat der Sikhs zu tun.
Die Sikhs stammen aus dem Panjab, ihre Sprache, das Panjab, wird in Pakistan und von einer Million Menschen im
Nordwesten Indiens gesprochen. Die Region wurde getrennt durch die Teilung durch die Briten 1947, seither ist der
Ostteil bei Indien und der Westteil in Pakistan. |