10 Jahre: AMS im Wandel. Rückblick und Ausblick  

erstellt am
08. 07. 04

Am 1. Juli 1994 wurde die Arbeitsmarktverwaltung aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgegliedert und das Arbeitsmarktservice als Dienstleistungsunternehmen gegründet.
Wien (ams) - Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung: Beschleunigter Strukturwandel in Gesellschaft und Wirtschaft, rasch wechselnde Anforderungen an ArbeitnehmerInnen, nach wie vor Engpässe im Highskill-Bereich und ein Überangebot an gering qualifizierten Arbeitskräften. Die Herausforderungen an eine wirkungsvolle Arbeitsmarktpolitik sind gewaltig: Mit dem Arbeitsmarktservicegesetz wurde die Arbeitsmarktverwaltung (AMV) am 1. Juli 1994 aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgegliedert und das Arbeitsmarktservice (AMS) als Dienstleistungs- unternehmen des öffentlichen Rechts gegründet. Während andere Staaten voraussichtlich noch länger mit der Reform ihrer nationalen Arbeitsmarktverwaltungen ringen, hat Österreich mit dem Arbeitsmarktservice bereits seit zehn Jahren ein modernes und effektives Instrument für die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit in einer hochdynamischen Wirtschaft.

AMS als lernende Organisation - Kundenorientierung als Maßstab
"Das Arbeitsmarktservice kann an seinem zehnten Geburtstag auf eine hohe Akzeptanz des Unternehmens bei Arbeitskräften, Unternehmen und Partnern stolz sein. Diese Akzeptanz wurde durch die laufende und flexible Anpassung der Organisation an die Anforderungen des Arbeitsmarktes erworben“, so der Verwaltungsrats-vorsitzende Günther Steinbach, der maßgeblich für den Aufbau des Arbeitsmarktservice in seiner derzeitigen Form verantwortlich ist. "Die zentralen arbeitsmarktpolitischen Schwerpunkte der letzten Jahre waren insbesondere die Verhinderung von längerfristiger und dauerhafter Ausgrenzung von Personen aus dem Arbeitsmarkt sowie Maßnahmen der early intervention, um die Arbeitslosigkeit kurz zu halten. Wie bereits in den letzten Jahren werden auch in Zukunft die Anforderungen an die Arbeitnehmer, was ihre Qualifikation, aber auch die Dynamik und Fluktuation des Beschäftigtensystems betrifft, weiter steigen. Deshalb wird es wie bisher auch in Zukunft notwendig sein, die Anpassungsfähigkeit der Arbeitskräfte zu erhöhen, sowie mehr und effizienter in Humankapital und lebenslanges Lernen zu investieren", erklärte Steinbach.

Voraussetzung für das rasche Agieren auf die sich laufend verändernden Anforderungen des Arbeitsmarktes ist ein modern organisiertes Dienstleistungsunternehmen. Seit seiner Gründung agiert das Arbeitsmarktservice als lernende Organisation, die sich laufend an sich ändernde Rahmenbedingungen anpasst. Flexible Organisationsstrukturen, zeitgemäße Management-Ansätze, permanente Qualitätskontrolle und die ständige Optimierung des Serviceangebots für Arbeitsuchende und Unternehmen tragen dazu bei, dass das Arbeitsmarktservice den Herausforderungen eines sich permanent verändernden Arbeitsmarktes und einer hochdyna-mischen Wirtschaft gerecht wird. "Durch zahlreiche Reformen und Organisationsumstellungen ist das AMS heute eine der modernsten und effektivsten öffentlichen Arbeitsmarktagenturen Europas", betonte Herbert Buchinger, Vorstandsvorsitzender des AMS.

Neben der Implementierung des Zielsteuerungssystems wurden Qualitätsmanagementprozesse auf EFQM-Standard eingeleitet und in der Organisation verankert. Mit der Reorganisation des Beratungs- und Vermittlungsservice und der flächendeckenden Umstellung des Drei-Zonen-Modells in den regionalen Geschäftsstellen konnte die optimale Kundenbetreuung sichergestellt werden. Mit dem Aufbau von Callcentern und dem Ausbau der Internet-Services hat das AMS das Selbstbedienungskonzept deutlich ausgeweitet. "Der Erfolg der Reformen wird an wichtigen Kennzahlen sichtbar", präzisierte Herbert Böhm, Vorstandsmitglied des AMS. "So haben wir die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit seit 1994 von 126 auf 101 Tage verkürzt, die Zahl der besetzten offenen Stellen seit 1994 von 178.000 auf 256.000 um fast 44 Prozent gesteigert und die Zahl der innerhalb eines Monats besetzten offenen Stellen seit 1994 mehr als verdoppelt. Verlieren Sie keine Zeit ist ein Motto ebenso nach innen wie nach außen", so Böhm.
     
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