Alzheimerimpfstoff im Entwicklungsstadium  

erstellt am
05. 08. 04

Irvine (pte) - Wissenschaftler der University of California arbeiten an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Alzheimer. Es hat sich gezeigt, dass das Injizieren von Antikörpern bei Mäusen den Aufbau der charakteristischen Plaques verhindert. Zusätzlich stellte sich heraus, dass auch die Bildung der Tangles eines anderen Proteins innerhalb der Gehirnzellen gestoppt werden kann. Bei einer Alzheimererkrankung bilden sich Ablagerungen des Proteins Beta-Amyloid (Ab) im Gehirn. Theorien gehen davon aus, dass dadurch in der Folge Tangles des Proteins Tau entstehen, die Gehirnzellen von innen zerstören.

Für die aktuelle Studie wurden gentechnisch veränderte Mäuse eingesetzt, die über menschliche Gene verfügten und so Plaques ausbilden konnten. Die Forscher brachten Anti-Beta-Amyloid Antikörper in den Hippokampus ein. Die Plaquen verschwanden innerhalb von drei Tagen. Die Tau Tangles konnten zwei Tage nach der Zerstörung der Plaques nicht mehr nachgewiesen werden. Als die Tiere 30 Tage nach der Behandlung zum dritten Mal untersucht wurden, hatten sich wieder Plaques aber keine Tangles gebildet. Das legt nahe, dass sie in einem späteren Stadium des Prozesses gebildet werden.

Für die Überprüfung dieser Annahme wurde den Mäusen ein Medikament verabreicht, das die Aktivität eines Enzyms blockiert, das für die Produktion von Beta-Amyloid entscheidend ist. Dieses Vorgehen führte ebenfalls zu einem Verschwinden des Tau. Das Team um Frank LaFerla schreibt im Fachmagazin Neuron, dass diese Ergebnisse nahe legten, dass eine Immunisierung für Plaques und Tangles sinnvoll sei, vorausgesetzt, dass sie bereits früh erfolge. Derzeit wird laut BBC erforscht, ob eine kombinierte Behandlungsform, die auf Plaques und Tangles getrennt abzielt, am meisten Aussicht auf Erfolg hat.
     
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