Die "fünfte Jahreszeit" im Salzburger Land  

erstellt am
30. 08. 04

Burgstaller bei der Eröffnung des neunten Bauernherbstes / Bauernkrapfen sticht Doughnut
Salzburg (lk) - Der Flachgau war Ausgangspunkt des Salzburger Bauernherbstes. Hier wurde vor neun Jahren eine großartige Idee geboren. Heute sei der Bauernherbst längst von einer anfänglich vielleicht noch von manchen belächelten Idee zu einer äußerst beliebten „fünften Jahreszeit“ im ganzen Salzburger Land geworden. Längst werde Salzburg um den lebendigen Bauernherbst beneidet. Das betonte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller am Sonntag (29. 08.) bei der Eröffnung des neunten Salzburger Bauernherbstes in Mattsee. „Es gibt kaum eine schönere Möglichkeit, unsere großartige Heimat noch näher kennen zu lernen“, sagte Burgstaller.

Der touristische Effekt des Bauernherbstes ist inzwischen mit rund 350.000 Besuchern und 50.000 zusätzlichen Nächtigungen allein durch Bustouristen bedeutend und trägt dort, wo man sich besonders um das touristische Marketing bemüht, bereits spürbar zu steigenden Nächtigungszahlen und einer Saisonverlängerung bei. Der Bauernherbst ist mit einem erwarteten Umsatz von fünf Millionen Euro ein echter Wirtschaftsfaktor geworden.

Das Sympathische am Bauernherbst ist auch, dass zwar Gäste aus dem In- und Ausland immer willkommen sind, aber in erster Linie die örtliche und regionale Gemeinschaftspflege im Mittelpunkt steht. Der Salzburger Bauernherbst bietet mit seinen mehr als 2.000 Veranstaltungen viele Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen, zu feiern und bodenständige Kultur zu genießen. Salzburg präsentiert sich als Schatzkästchen für Feinschmecker, die das Ursprüngliche schätzen. „Gerade die Jugend erfährt, dass ein echter Salzburger Bauernkrapfen ein amerikanisches Doughnut jederzeit in den Schatten stellt“, so Burgstaller.

Der Bauernherbst ist aber auch ein wichtiger Imageträger für den Bauernstand. Zahlreiche originelle Objekte aus Heu und Stroh – oder in diesem Jahr, dem Motto entsprechend, aus Holz – verzieren auch heuer die Einfahrtsstraßen zu den Gemeinden. Die Skulpturen machen auf den Bauernherbst aufmerksam und rufen die wertvolle Arbeit unserer Bauern für die Nahrungsmittelproduktion und auch für die Erhaltung der Kulturlandschaft ins Bewusstsein.

Themenschwerpunkt Holz
Der diesjährige Themenschwerpunkt Holz ist mit 100 Holz-Monumenten im ganzen Land Ausdruck der besonderen Verbundenheit des Salzburger Landes und seiner Bevölkerung mit dem „Phänomen Holz“. Holz ist mehr als nur ein beliebiger Rohstoff, sondern ein Naturprodukt, das gerade die Salzburger ein Leben in vielfacher Weise lang begleitet. Holz erinnert auch daran, welche unersetzlichen Funktionen der Wald, der nahezu die Hälfte der Salzburger Landesfläche bedeckt, erfüllt. Frische Luft, sauberes Wasser, Erholung oder auch Schutz vor Muren und Hochwasser sind ohne einen intakten Wald nicht möglich. Diese Erkenntnis verpflichte zu verantwortungsvollem Umgang mit der Umwelt-Ressource Wald, so Burgstaller.

Holz ist aber auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, der Tausenden Salzburgern Arbeit und Einkommen sichert. Gerade von Salzburg aus sind in den vergangenen Jahren von der Wirtschaft, vom Ausbildungswesen, aber auch in der Forschung und Entwicklung starke Impulse für eine weitere Popularisierung der Holzbauweise im Hausbau gesetzt worden. Das Land habe diese Bemühungen in vielfacher Weise unterstützt und wird diesen erfolgreichen Weg sicherlich auch fortsetzen, sagte Burgstaller.

Salzburger Land Tourismus GmbH, regionale Tourismusverbände, lokale Gewerbetreibende, mitwirkende Vereine und der Berufsstand, dem der „Bauernherbst“ seinen Namen verdankt, haben alle zusammen in den vergangenen neun Jahren den Salzburger Bauernherbst zu einem echten Salzburger Markenzeichen mit einer Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus gemacht, so Burgstaller.
     
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