Arbeiten mit Medien macht Kinder kreativ und selbstbewusst  

erstellt am
29. 09. 04

Neuer Lehrgang für multimediale Kulturvermittlung an der Donau-Universität Krems
Krems (kpr) - Am Zentrum für Bildung und Medien der Donau-Universität Krems, startet im Herbst 2004 ein neuer Lehrgang. Das viersemestrige Masterprogramm "Multimediale Kulturvermittlung im Bildungswesen" bietet erstmals die Möglichkeit für Lehrerinnen und Lehrer, aber auch für Personen, die in außerschulischen Kinder- und Jugendinstitutionen oder im Museumsbereich tätig sind, sich auf universitärer Ebene sowohl theoretisch als auch praktisch in der kulturellen Medienbildung und -vermittlung zu qualifizieren.

"Kulturprojekte stellen für uns dabei das kreative - und hoffentlich auch lustvolle - Vehikel dar, über das den Jugendlichen und Kindern ein aktiver Umgang mit Medien beigebracht werden soll. Medien gehören zu unserem Alltag und Kinder wachsen oft unreflektiert damit auf. Es ist zunehmend auch die Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer und der Personen, die in der Kinder- und Jugendbildung tätig sind, als Vermittler aufzutreten und die Kinder weg vom passiven Konsum hin zu einem aktiven Nutzen und auch kreativen Neugestalten von und mit Medien zu führen. Dazu bedarf es allerdings einer umfassenden Ausbildung, die wir mit unserem neuen Lehrgang ‚Multimediale Kulturvermittlung im Bildungswesen' geben können", so die Lehrgangsleiterin Mag. Edith Blaschitz. Das Zentrum für Bildung und Medien der Donau-Universität Krems widmet sich mit den Lehrgängen "Medienpädagogik" und "E-Teaching und E-Learning" der akademischen Weiterbildung von Personen im Bildungsbereich.

Iconic Turn
"Eine weitere Motivation für die Entwicklung des neuen Lehrgangs ist das Reagieren auf die Tatsache, dass wir im Zeitalter des ‚Iconic Turn' leben - damit ist die allgegenwärtige Präsenz von Bildinformationen gemeint. Darauf muss auch der Bildungsbereich antworten. Kinder und Jugendliche sind über die verschiedenen Medien mit einer Vielzahl von Bildern konfrontiert. Es reicht nicht mehr nur Buchstaben lesen zu können, sondern auch die in Bildern transportierten Botschaften müssen entschlüsselt werden. Eine zeitgemäße Präsentation von Kulturprojekten, wie die ‚interaktive' Ausstellungsgestaltung, ist ein weiteres Thema des Lehrgangs", führt Edith Blaschitz weiter aus.

Inhalte des Lehrgangs
Einerseits werden Fähigkeiten auf Produktionsebene durch Webpublishing- und Videoworkshops, Lehrveranstaltungen im Bereich der visuellen Kommunikation, der Kultur- und Medienpädagogik, der Mediendidaktik und der Medienkunst vermittelt.

Andererseits werden auch zeitgemäße Vermittlungs- und Ausstellungsmethodiken einbezogen, wie sie in Vorreiterinstitutionen wie dem Kindermuseum ZOOM oder dem Ars Electronica Center bereits praktiziert werden. Lehrveranstaltungen über rechtliche Grundlagen, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Projektmanagement, Grundlagen der Informations- und Kommunikationstechnologien, soziale Kompetenz und Bildungsmanagement sollen Studierende unterstützen, multimediale künstlerische und kulturelle Projekte durchzuführen.

"Bisher haben wir das Thema Bildung aus wirtschaftlicher, pädagogischer und technischer Sicht betrachtet. Den noch fehlenden Puzzlestein Kultur soll unser neuer Lehrgang liefern", so die Lehrgangsleiterin Mag. Edith Blaschitz.

Lehrgangskooperationen bestehen mit dem Kindermuseum ZOOM und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (bm:bwk). Vortragende sind unter anderem Stefan Sonvilla-Weiss, Professor für "ePedagogy Design" der University of Art and Design in Helsinki und Gerfried Stocker, künstlerischer Leiter des Ars Electronica Center.

Der Universitätslehrgang "Multimediale Kulturvermittlung im Bildungswesen" schließt nach vier Semestern mit dem akademischen Grad "Master of Science" (MSc) ab. Das Programm ist berufsbegleitend und findet in Krems statt. Nähere Informationen zum Lehrgang: Zentrum für Bildung und Medien, Telefon: ++43 / (0)2732 / 893-2341, zbm@donau-uni.ac.at.

Informationen: http://www.donau-uni.ac.at/zbm
     
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