LR Bieler: „Mit Konzertsaal wird Liszt-Pflege entscheidend aufgewertet“
Eisenstadt (blms) - Drei Monate hatten Architekten aus ganz Europa die Möglichkeit, sich beim
Architektenwettbewerb zum geplanten Liszt-Zentrum zu beteiligen. Nun wurden aus 141 eingereichten Projekten die
ersten drei Vorentwürfe sowie drei Anerkennungspreise ermittelt. „Mit den ersten drei Preisträgern wird
nun ein Verhandlungsverfahren aufgenommen, an dessen Ende eine Planungsbeauftragung stehen soll. Mit der geplanten
Fertigstellung des Konzertsaales Mitte 2006 wird die Liszt-Pflege im Burgenland qualitativ entscheidend aufgewertet“,
erklärte der Obmann der Franz Liszt Gesellschaft, Kulturlandesrat Helmut Bieler.
Von 28. bis 30. Oktober fand in Raiding die Beurteilungssitzung der siebenköpfigen Jury des Architektenwettbewerbs
zum geplanten Liszt-Zentrum statt. Aus 141 eingereichten Projekten von Architekten aus 11 Nationen wurden drei
erste Preise sowie drei Anerkennungspreise ermittelt. Ziel des Wettbewerbes war die Erlangung von Vorentwürfen
für einen ca. 600 Sitzplätze umfassenden Konzertsaal mit dazugehöriger Infrastruktur für Künstler
und Publikum neben dem Franz Liszt Geburtshaus. „Wir haben nun drei realisierbare Projekte, die sowohl architektonisch
als auch funktionell einen Konzertbetrieb auf internationalem Niveau ermöglichen sollten“, freute sich Dr.
Walter Reicher, der Geschäftsführer der Franz Liszt Gesellschaft Burgenland. „Für die Gemeinde Raiding
war mir dabei immer wichtig, dass sich der neue Bau gut in das Ortsbild einfügt. Die nun ausgewählten
Projekte erfüllen diese Ansprüche“, ist LAbg. Bürgermeisterin Anna Schlaffer überzeugt.
Die Ausschreibung hatte europaweit großes Interesse hervorgerufen. Von den 275 Bewerbern, die die Einreichunterlagen
angefordert hatten, haben 141 ihr Projekt fristgerecht abgegeben. Die Teilnehmer stammten aus Österreich,
Deutschland, Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Polen, Ungarn und Kanada. Die ersten
drei Preisträger sind: DI Manfred Allerberger, Platting – Deutschland, Atelier Kempe Thill, Rotterdam – Niederlande
und Arch. DI Hans Mesnaritsch, Graz – Österreich. |