Brot und Gebäck werden ab November teurer  

erstellt am
02. 11. 04

Brotpreis steigt um bis zu 10 Cent - Höhere Lohn- und Energiekosten als Grund
Wien (aiz.info) - Brot und Gebäck wird auch heuer wieder teurer. Die knapp 2.000 heimischen Bäcker dürften schon ab der kommenden Woche beginnen, die Preise für Backwaren zu erhöhen, dies kündigte der Bundesinnungsmeister der Bäcker, Heinz Hofmann, am Freitag (29. 10.) gegenüber der APA an. Hofmann geht von einer maximal 5%igen Preisanhebung aus. Im Durchschnitt würde damit das Kilo Brot um 10 Cent teurer werden. Laut der letzten Erhebung der Bundesinnung im September 2003 betrug der Preis für ein Kilo Mischbrot im Schnitt EUR 2,62. Als Grund für die Preisanhebungen führte der Bundesinnungsmeister die steigenden Lohn- und Energiekosten an; von den Rohstoffpreisen komme kein Druck, betonte er.

Nicht alle Bäcker werden schon mit Anfang November ihre Preise anheben, einige werden dies erst im Dezember tun, meint Hofmann, denn seit dem Ende der amtlichen Preisregelung könne jeder Bäcker autonom über seine Preise entscheiden.

Zwei Faktoren macht die Bäckerinnung für die bevorstehenden Preiserhöhungen bei Brot und Gepäck hauptverantwortlich: einerseits die seit Anfang Oktober geltenden durchschnittlichen Lohnerhöhungen von 1,8% und andererseits die gestiegenen Energiekosten, die sich sowohl beim Backen als auch bei der Auslieferung bemerkbar machten. Keinen Druck gebe es diesmal von der Rohstoffseite, so Hofmann. Die Mehlpreise hätten sich - abgesehen von saisonalen Schwankungen - kaum verändert.

Die Ankündigungen von herbstlichen Preiserhöhungen bei Brot und Gebäck haben in Österreich beinahe schon Tradition. Seit dem Ende der amtlichen Preisregulierung im Jahr 1988 ist es - mit wenigen Ausnahmen - fast jährlich zu Preiserhöhungen gekommen. Verglichen mit dem Verbraucherpreisindex (VPI) fielen die Steigerungen seither auch deutlich kräftiger aus: Während sich der VPI von 1987 bis 2003 um 44% erhöht hat, zogen die Semmelpreise um 90% von umgerechnet 14 auf 26 Cent an.

Betrachtet man den Zeitraum von 1958 bis 2003, so verachtfachten sich die Semmelpreise von damals 0,45 auf 3,61 Schilling (EUR 0,26), während sich der VPI nur verfünffachte.
     
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