Rudi Klausnitzer erhielt "Goldenes Ehrenzeichen" des Landes Wien  

erstellt am
16. 11. 04

Wien (rk) - Der Rote Salon war bis auf den letzten Platz voll; viele Freunde aus Kultur und Medien waren gekommen, um der Verleihung des "Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um


Bgm. Dr. Michael Häupl überreicht Ehrenzeichen an Rudi Klaunitzer (Foto: media wien)
das Land Wien" an Rudi Klausnitzer durch Landeshauptmann Michael Häupl beizuwohnen. Alfred Gusenbauer, Werner Faymann, Kathrin Zechner, Michael Schottenberg und Maria Bill, Georg Springer, Roland Geyer und Hans Rauscher gratulierten dem Ausgezeichneten. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Melodien aus Musicals, die in Wien produziert wurden.

"Rudi Klausnitzer hat Spuren in der Medienlandschaft hinterlassen", so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. Er habe zahlreiche Sendeformate erfunden und entwickelt, sei es den Ö3-Wecker, sei es neue Formen von Nachrichten- und Sportsendungen. Als Intendant der Vereinigten Bühnen habe er das Musical zum Exportschlager gemacht und damit als Weltmarke etabliert.

Rudi Klausnitzer sei ein "kreativer Macher", würdigte Bernd Kundrun von Gruner & Jahr aus Hamburg. Er sei nach Deutschland gegangen, um dort den Medienbereich zu revolutionieren und habe dabei immer Tatkraft und Risikobereitschaft bewiesen.

Rudi Klausnitzer bedankte sich bei seiner Familie, "seiner Basis" und "Heimathafen", und bei allen Menschen, die ihn unterstützt haben. "Ohne deren Vertrauen hätte ich nichts bewirken können". Wien sei eine weltoffene Stadt, eine Stadt mit Eleganz und Großzügigkeit, auch mit Neid und Gelassenheit; als Oberösterreicher freue ihn die Auszeichnung dieser Stadt besonders.

Biographie Rudi Klausnitzer
Rudolf Klausnitzer wurde 1948 in Piberbach an der Krems (Oberösterreich) geboren. Nach der Matura studierte er Politikwissenschaft und Publizistik an der Universität Salzburg. Er begann seine journalistische Karriere 1968 als freier Mitarbeiter des ORF, zunächst im Landesstudio Oberösterreich. Ab 1969 war Klausnitzer für den "Ö3-Wecker" und das "Ö3-Magazin" verantwortlich. Von 1972 bis 1974 war er persönlicher Referent des damaligen ORF-Generalintendanten Gerd Bacher. 1976 wurde Klausnitzer für zwei Jahre Leiter der Familienredaktion im Landesstudio Salzburg und entwickelte dafür u.a. ein wöchentliches Gesundheitsmagazin. 1979 schließlich erfolgte seine Bestellung zum Chef von Ö3. Mitte der 80er Jahre ging Klausnitzer nach Deutschland, wo er als Berater der Bertelsmann AG im Fernsehbereich, insbesondere bei der Programmentwicklung im Abonnement-Fernsehen (Pay-TV) tätig war. 1986 arbeitete Klausnitzer beim Aufbau des Senders "Radio Hamburg" mit und wurde 1987 Geschäftsführer und Programmdirektor des Privatsenders SAT 1 in Mainz. Von dort wechselte er 1989 zum Pay-TV-Sender "Premiere" nach Hamburg. 1992 kehrte Rudolf Klausnitzer nach Österreich zurück und übernahm von Peter Weck die Intendanz der 1986 gegründeten Vereinigten Bühnen Wien. Als erste Produktion brachte er das Musical "Kuß der Spinnenfrau" als deutschsprachige Erstaufführung heraus. 1995 folgte die Europapremiere des Disney- Musicals "Die Schöne und das Biest"; 1997 war dann die Uraufführung der Bühnenfassung von Roman Polanskis "Tanz der Vampire" mit der Musik von Jim Steinman. Mit Juni 2002 wurde er Vorsitzender der Geschäftsgruppe der News-Verlagsgruppe.
     
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