Schweizer Studie: Österreich punkto Nachhaltigkeit EU-weit an der Spitze  

erstellt am
29. 11. 04

Umweltpolitik, Biodiversität, Energie und Wasser in OECD-Umweltranking gelobt
Wien (aiz.info) - Das OECD-Umweltranking der Zürcher Kantonalbank (ZKB) weist Österreich im Hinblick auf die Nachhaltigkeit als Nummer zwei in Europa aus. Gleichauf liegt Dänemark, eine bessere Beurteilung hat nur die Schweiz selbst, die ein Nicht-EU-Mitglied darstellt. Die Studie ist laut APA das Ergebnis der Auswertung von rund 50 Einzelindikatoren in den Schwerpunktbereichen Energie, Wasser, Ressourcen, Treibhauseffekt, Luftqualität, Biodiversität, Mobilität und Umweltpolitik.

Die ZKB hob für Österreich besonders die Ergebnisse der Bereiche Biodiversität, Umweltpolitik, Energie und Wasser hervor. Der Anteil an Biolandwirtschaft stellt mit knapp 12% sogar den Maximalwert unter den OECD-Ländern dar. Nicht nur in der Biolandwirtschaft, auch in der konventionellen Landwirtschaft erweist sich Österreich, so die Studie, mit einem geringen Pestizid- und Kunstdüngereinsatz als vorbildlich. Spitzenreiter ist Österreich auch bei den Naturschutzflächen. Über 36% der Gesamtfläche genießen einen Schutzstatus. Ein Wermutstropfen ist laut der Schweizer Studie der überdurchschnittliche Anteil an gefährdeten Arten. In den Bereichen Treibhauseffekt und Ressourcen liegt Österreich dagegen nur relativ knapp über dem OECD-Durchschnitt.

Die Ergebnisse der Zürcher Kantonalbank spiegeln punkto Trends sehr gut den von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) durchgeführten EU-15-Nachhaltigkeitsvergleich im Umweltbereich wider. In diesem Vergleich, der sich auf 24 Einzelbewertungen in den Umweltbereichen Energie und Klima, Abfall, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Landwirtschaft und Naturschutz stützt, liegt Österreich auf Platz eins, knapp gefolgt von Schweden, Deutschland und Dänemark. Somit decken sich in beiden Ranglisten die Länder mit dem besten Abschneiden im Umweltbereich, da die Schweiz als Nichtmitglied im EU-Vergleich der WKÖ nicht aufscheint.
     
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