Mehr Raum für den Rhein als zentrale Forderung  

erstellt am
26. 11. 04

Sitzung der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) in Vaduz
Vaduz/Bregenz (vlk) - Mehr Raum für den Alpenrhein: Unter diesem zentralen Thema stand die Sitzung der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) in Vaduz, an der auch Landeshauptmann Herbert Sausgruber teilnahm. Für die Zukunft gelte es verstärkt, "die Ziele des Hochwasserschutzes mit ökologischen Maßnahmen besser zu kombinieren". Dies werde mit dem "Entwicklungskonzept Alpenrhein" schrittweise umgesetzt, so der Landeshauptmann.

Das "Entwicklungskonzept Alpenrhein" ist ein gemeinsames Projekt der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) und der Internationalen Rheinregulierung (IRR). Der von einem Expertenteam erarbeitete Entwurf des Maßnahmenkonzeptes liegt nun vor - "Mehr Raum für den Rhein ist die zentrale Forderung" (Sausgruber).

Bei der Sitzung wurde das vorhandene Maßnahmenkonzept mit den anwesenden Regierungsvertretern diskutiert. Das Entwicklungskonzept Alpenrhein ist ein europäisches Vorzeigeprojekt. Dabei arbeiten drei Länder und Kantone und drei Staaten zusammen. Am "größten Wildbach Europas", dem Alpenrhein, wird eine langfristige Perspektive für die Entwicklung der nächsten 100 Jahre definiert. Neben der Sicherung und langfristigen Verbesserung des Hochwasserschutzes ist auch die Verbesserung des ökologischen Zustandes das zentrale Ziel.

Die IRKA wurde 1995 gegründet. Mitgliedsländer sind das Land Vorarlberg, das Fürstentum Liechtenstein und die Schweizer Kantone St. Gallen und Graubünden. Verschiedene Projektgruppen befassen sich mit den Themen Flussbau, Gewässer- und Fischökologie, Grundwasser und Energie. Ziele: Hochwassersicherheit, Revitalisierung am Alpenrhein, Sicherung des Grundwassers, Erkundung von Energiepotenzialen.
     
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