E-government-Pilotprojekt "Grüner Grundverkehr"  

erstellt am
24. 11. 04

LH Haider: Kärnten ist bei EDV-Kompetenz führend – Großer Nutzen für Bürger, gerade in den Regionen – Bezirk Hermagor ist Vorreiter
Hermagor (lpd) - Am Donnerstag (25. 11.) wurde von Landeshauptmann Jörg Haider und dem Bezirkshauptmann von Hermagor, Heinz Pansi, das Pilotprojekt „Grüner Grundverkehr“ in Hermagor präsentiert. An der Präsentation haben auch der Präsident der Notariatskammer, Peter Zdesar und Rudolf Köller von der EDV Land Kärnten teilgenommen.

Es ist ein Projekt im Rahmen der übergreifenden e-government Strategie des Landes Kärnten. Im Bezirk Hermagor sind nun die Bezirkshauptmannschaft mit den Notaren und dem Grundbuch vernetzt.
Ein Kooperationsmodell, das österreichweit erstmalig umgesetzt wird.
Landeshauptmann Jörg Haider lobte dieses österreichweit einzigartige Projekt und betonte, dass Kärnten sich stets massiv um Fortschritte in der EDV-Kompetenz bemühe und eine führende Rolle einnehme. Es wurden und würden weiterhin größte Anstrengungen unternommen, um die modernen technischen Möglichkeiten für eine rasche und bürgerfreundliche Verwaltung zu nützen. So habe Kärnten beim elektronischen Akt eine Pilotfunktion. Dieser sei seit 2002 flächendeckend im Land eingeführt. Pro Jahr würden 550.000 Datenstücke versandt werden. In den letzten fünf Jahren sei ein Einsparungspotential in Höhe von 4,5 Mio. Euro erzielt worden. Kärnten wolle seine führende EDV-Kompetenz weiterhin sichern und ausbauen, so Haider. Gerade die Regionen würden dadurch unterstützt werden.

BH Pansi zeigte sich erfreut über die Anerkennung des neuen Projektes. Das Land habe Anstöße zum Ausbau des e-government gegeben, der Bezirk Hermagor wollte bei der elektronischen Kommunikation, Information und Transaktion führend dabei sein, so Pansi. Er dankte insbesondere auch der vorbildlichen Arbeit der EDV des Landes.

Beim Grundstückskauf „Grüner Grundverkehr“ erfolgen nunmehr die wichtigen Schritte von der Errichtung des Kaufvertrages bis zum Grundbuch elektronisch. Bisher erfolgten sie – von der Übermittlung am Postweg, über die Gebührenvorschreibung bis hin zur Übermittlung an den Notar – auf postalischem Weg. Der Notar stellt nunmehr via homepage bh-hermagor.at (web-Formular) Antrag auf Grundbucheintragung und gibt im Urkundenarchiv den Vertrag frei. Die Bezirkshauptmannschaft führt das Ermittlungsverfahren durch, signiert den Bescheid elektronisch und stellt den Bescheid elektronisch an den Notar zu. Ein zentrales Element bildet die digitale Signatur bzw. Signaturkarte, die die Integrität und Authentizität des unterzeichneten Dokumentes überprüft und gewährleistet.

Rudolf Köller (EDV Land Kärnten) erläuterte die komplexen Technologien und Organisation. So seien viele Vorleistungen notwendig gewesen wie beispielsweise einheitliche Produkt- und Leistungskataloge. Die Zielsetzung sei es, einen nachhaltigen Nutzungsgrad für das alle Bereiche umfassende e-government zu erreichen.

Notariatspräsident Zdesar sagte, die Kärntner Notare seien sehr stolz, bei diesem Projekt aktiv mitmachen zu können. Alle zeigten sich erfreut über das schnelle, kundenfreundliche und auch sichere Verfahren. Die Verwaltungsabläufe würden enorm verkürzt.
     
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