Land Kärnten forciert flächendeckende Breitbandtechnologie  

erstellt am
23. 11. 04

LH Haider: Gezielter Internet-Breitbandausbau bis zum Jahr 2007 bringt optimale Informationsübertragung und stärkt Wirtschaftsstandort bzw. ländlichen Raum
Klagenfurt (lpd) - Rund 13 Prozent der Österreichischen Haushalte verfügen derzeit über einen Breitband-Internetanschluss. Wie Technologiereferent LH Jörg Haider am Montag (22. 11.) im Rahmen eines Pressegespräches im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung in Klagenfurt mitteilte, soll Kärnten bis zum Jahr 2007 flächendeckend mit Breitbandanschlüssen online sein. Die von der Abteilung 7 (Wirtschaftsrecht und Infrastruktur) und der Entwicklungsagentur Kärnten initiierte 3-Phasen-Breitbandinitiative gehört laut Haider zu jenen Zukunftsprojekten des Landes, die im Zukunftsfonds positioniert wurden. Mit der Breitbandinitiative werde die Vision einer Informationsgesellschaft in Kärnten Realität. Darüber hinaus habe Kärnten die Chance, seine Position als Innovationsstandort weiter zu stärken.

Neben der seit dem Jahr 2003 laufenden Breitbandinitiative des Bundes will Kärnten laut Peter Schark (Entwicklungsagentur Kärnten) und Albert Kreiner (Vorstand Abteilung 7) in drei Ausbaustufen folgende Ziele mit dieser Initiative erreichen. In der ersten Phase (2005) soll eine flächendeckende, infrastrukturelle Erschließung erfolgen.
Dabei sollen mehr als 99 Prozent der Haushalte und Betriebe in 100 Prozent der Gemeinden versorgt werden. Damit würde man 98 Prozent der Bevölkerung die Nutzung des Breitband-Internets mit einer Geschwindigkeit von zumindest 1000 Kilobit pro Sekunde ermöglichen, die Initiative des Bundes schreibt lediglich einen Durchsatz von 384 Kilobit vor. Wie der Landeshauptmann betonte, soll damit jedem Kärntner User, egal ob in der Stadt (Klagenfurt) oder auf dem Land (Heiligenblut), zukünftig dieselbe Qualität zum selben Preis angeboten werden. In der zweiten und dritten Phase (2006/2007) soll die Übertragungsgeschwindigkeit in Kärnten auf zwei bzw. zehn Megabit erweitet werden.

Die Ausschreibung des Projektes als Gesamtpaket werde öffentlich erfolgen, bis zum Ende des ersten Quartals 2005 soll der Zuschlag erteilt werden. Durch eine sogenannte „Wholesale-Klausel“ soll die Nutzung der geschaffenen Infrastruktur in weiterer Folge auch für alternative Anbieter ermöglicht und garantiert werden. Damit soll der lebende Markt unterstützt werden und keine Monopolisten. Das Projekt selber soll in der ersten Regierungssitzung im Dezember den Regierungsmitgliedern vorgestellt werden.
     
zurück