Karriereentwicklungschance für 11 Forscherinnen
Bildungsministerin Elisabeth Gehrer zeichnet 11 Nachwuchswissenschafterinnen mit Hertha-Firnberg-Stellen
aus
Wien (fwf) - Am Donnerstag (09. 12.) verlieh Bundesministerin Gehrer die diesjährigen Hertha-Firnberg-Stellen.
Elf hoch qualifizierte Frauen können damit dreijährige Forschungsprojekte beginnen. Das Spektrum der
erfolgreichen Projektideen ist breit gestreut und reicht von der "Bestimmung von Bindungsstellen in biomolekularen
Komplexen" aus dem Fachbereich Chemie bis zur geschichtlichen Untersuchung von "Mobilität &
Sesshaftigkeit". Die erfolgreichen Forscherinnen wurden nach einer strengen internationalen Begutachtung in
einem kompetitiven Ausleseverfahren durch das Kuratorium des FWF bestimmt.
Mit der Zuerkennung der Hertha-Firnberg-Stellen haben die Forscherinnen jetzt die besten Voraussetzungen, ihre
wissenschaftliche Arbeit und damit auch ihre universitäre Karriere entscheidend voranzutreiben. Inhaberinnen
von Hertha-Firnberg-Nachwuchsstellen erhalten die Gehaltskosten für ihre Postdoc-Stelle von gegenwärtig
49.070 € pro Jahr für 36 Monate als finanzielle Basis ihres Forschungsprojekts. Zur Abdeckung projektspezifischer
Kosten werden den Forscherinnen zusätzlich 24.000 EUR für die Gesamtlaufzeit der Forschungsvorhaben zur
Verfügung gestellt.
Bildungsministerin Gehrer betonte die Bedeutung des Programms für die Karriereförderung von Frauen: "Bereits
heute sind mehr als die Hälfte der Studierenden an den Universitäten Frauen. Es ist mir ein Anliegen,
durch gezielte Fördermaßnahmen den Frauenanteil auch bei Assistenten und Professoren weiter zu erhöhen.
Wir müssen Frauen während aller Phasen des Bildungsweges fördern. Da Frauen im Wissenschaftssystem
immer unterrepräsentiert sind, müssen wir Wissenschafterinnen dabei unterstützen, den ihnen zustehenden
Platz zu erhalten - Mit den Hertha-Firnberg-Stellen leisten wir dazu einen wichtigen Beitrag."
FWF-Präsident Wick bezeichnet das Hertha-Firnberg-Programm als essentiellen Beitrag, um das große intellektuelle
Potenzial der Frauen in und für die Wissenschaften nutzbar zu machen. "Wenn nur eine Hälfte der
Bevölkerung zum Wissensgewinn beiträgt, dann sind die Ergebnisse auch nur halb so spannend." Österreich
könne es sich nicht leisten, auf dieses Reservoir für Spitzenleistungen zu verzichten. "Ein Appell
ergeht auch an die Universitäten: Diese ausgezeichneten Wissenschafterinnen verdienen die volle Unterstützung
der Universitäten, nicht nur während, sondern vor allem nach Abschluss der Projekte."
Auch im kommenden Jahr wird es wieder Hertha-Firnberg-Stellen geben. Die Ausschreibungsfrist läuft noch bis
10. Dezember 2004. Über die Vergabe der Hertha-Firnberg-Stellen 2005 wird das Kuratorium des Wissenschaftsfonds
FWF am 21. Juni 2005 entscheiden. |