Energie ist ein Kernthema für die weitere Entwicklung  

erstellt am
16. 12. 04

Über 2700 Schüler/innen sahen die Multivisionsschau "Klima&Energie"
Innsbruck (rms) - Seit vier Tagen werden Schülerinnen und Schüler in einer Multivisionsschau über das Zusammenspiel von „Klima&Energie“. „Eine wichtige Informationskampagne zur Bewusstseinsbildung, um den Jugendlichen die vielfältigen Zusammenhänge klar zu machen“, so Vizebürgermeister DI Eugen Sprenger und IKB-Vorstandsdirektor Dr. Elmar Schmid, beide Sponsoren des Innsbruck Termins der Mutivisionsschau mit je 3000 Euro.

Das Interesse ist groß: Der Veranstalter (Verein für Umwelt- und Sozialpädagogik in Wien) erwartet über 2700 Schüler/innen (aus AHS, Pflicht- und Berufsschulen) zur Infoschau in den Raiffeisensälen am Marktgraben. Mit 6 Projektoren (digital gesteuert), Zoom-Animation und Stereosound wird auf eine Großleinwand das Thema interessant und mit „Action“ präsentiert. Mit kompakter Information und beeindruckenden Bildern werden die Rohstoffknappheit und die sich daraus ergebenden Probleme aufgearbeitet. „Vor allem versuchen wir mit den Jugendlichen in einen Dialog zu kommen“, betont Organisator Lutz Eseloh: „ Wir versuchen die Schüler zu sensibilisieren. Fehler, die wir hier begehen, haben ihre Wirkung auch auf der anderen Seite! In diesem komplexen Thema gilt es gemeinsam eine Lösung zu finden!“

Auf die „Komplexität“ des Themas verweist auch Vizebürgermeister und Umweltreferent DI Eugen Sprenger: „Es geht nicht nur um die „warme Stube“, es ist ein Thema von weltweiter Bedeutung.“ Dazu kommt die (welt)politische Brisanz: Energieprobleme und das unabwendbare „Aufbrauchen“ der fossilen Vorräte können zu großen Krisen und Konflikten führen, (schon jetzt aktuell im Irak). „Es wird bei einer Verknappung der Reserven Probleme für das friedliche Miteinander der Länder geben“, betont Innsbrucks Umweltreferent: „Energie ist ein Kernthema für die weitere menschlichen Entwicklung.“

Verstärkte Nutzung von Alternativ- und erneuerbaren Energien wird zu einem Schwerpunktthema. Von der IKB-AG wird „jede Chance genutzt, die Wasserkraft zur Erweiterung der Energieversorgung zu nutzen, lokal ausgerichtet auf den Zentralraum Innsbruck“, so Dr. Elmar Schmid, IKB-Vorstandsdirektor: „Ein kleiner Baustein in diese Richtung ist etwa das Kleinwasserkraftwerk Mühlau.“ Hier wird Energie für 1500 Haushalte produziert. Als zweite Energie Schiene sehen die IKB die verstärkte Abfallverwertung in Richtung Energiegewinnung – verwirklicht mit dem Projekt der mechanisch-biologischen Abfallbearbeitungsanlage im Ahrental. In der „heizwertreichen Fraktion“ der Anlage entsteht Prozesswärme – ebenfalls ein Ersatz von Öl und Erdgas.

Den Abfall verstärkt als Energieträger zu verwenden ist ein europaweiter Trend, und wird immer bedeutender. Im Jahr 2004 waren etwa in Deutschland 60 mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlagen in Betrieb. IKB-Direktor Schmid: „Bei diesen Anlagen wird ebenfalls auf die Schiene „Nutzung der Prozesswärme“ gesetzt!“
     
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