Spargesinnung auch im Stadttheater  

erstellt am
23. 12. 04

Budget für Stadttheater Klagenfurt nicht gekürzt - Ab Spielsaison 2006/2007 gedeckelt
Klagenfurt (lpd) - Als klassischen „Theaterdonner“ bezeichnete Landeshauptmann Jörg Haider am Mittwoch (22. 12.) die „künstliche Aufregung“ rund um das Stadttheater Klagenfurt. Entgegen der in den vergangenen Wochen gezeichneten “apokalyptischen Szenarien“ hat der Gemeinsame Theaterausschuss der Theatererhalter Land Kärnten und Stadt Klagenfurt unter dem Vorsitz des Kulturreferenten das vom Stadttheater vorgelegte Budget für das Spieljahr 2005/2006 in der Höhe von 17,4 Millionen Euro ohne Kürzungen beschlossen.

Spätestens seit dem im November im Kärntner Landtag gefassten Beschluss über das Budget des Landes bzw. den langfristig angelegten Budgetfahrplan bis 2009 sei dies klar und das Stadttheater zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, so Haider. Zugleich hat der Theaterausschuss gestern Abend auch den Rechungsabschluss für die Spielsaison 2003/2004 gebilligt. Beschlossen wurde zudem einstimmig, die mittlerweile gebildeten Rücklagen von 1,03 Millionen Euro an die Eigentümer wieder zurück zu führen.

Für die Spielzeit 2006/2007 wurden die Mittel gedeckelt und somit die Theaterverantwortlichen aufgefordert, nach Sparpotentialen zu suchen und einen „kostendämpfenden Weg“ zu gehen. Dies sei seit langem in allen Bundesländern üblich, betonte der Landeshauptmann. Immerhin werde jeder Besucher im Stadttheater Klagenfurt mit 141 Euro subventioniert. In Zeiten, wo auch in allen anderen Bereichen, wie zum Beispiel am Gesundheitssektor, gespart werden müsse, komme auch ein Betrieb mit einem derart großen Zuschussbedarf (14,3 Mio. Euro im Jahr) seitens der öffentlichen Hand nicht an einer Spargesinnung vorbei, meinte der Landeshauptmann.

Was die technischen Probleme mit der 1998 neu installierten Drehbühne anbelangt, wurde beschlossen, diese von Experten prüfen zu lassen, ehe man eine Reparatur bzw. Neuerung um 240.000 Euro vornehmen lassen wird.
     
zurück