Schüssel: Gründung der Privatstiftung Erzberg ist eine win-win Situation  

erstellt am
22. 12. 04

Wien (bpd) - In Anwesenheit von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel fand am Dienstag (21. 12.) im Bundeskanzleramt die Unterzeichnung der Erklärung über die Errichtung der "Privatstiftung Erzberg" statt. Für das Land Steiermark wurde diese Erklärung von Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic unterschrieben, für die voestapline unterzeichnete Generaldirektor Wolfgang Eder, für die ÖIAG Rainer Wieltsch.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel nannte den Verkauf der 25%igen Anteile der ÖIAG an der voestalpine Erzberg GmbH an die voestalpine und die Gründung der Privatstiftung eine "win win Situation. Die Stiftung sieht vor, dass nach Einstellung der Bergbautätigkeit das gesamte verbliebene Vermögen dem Land Steiermark zur Verfügung stehen wird. Das Stiftungsvermögen soll zum Aufbau einer zukunftsorientierten regionalen Wirtschaft dienen. Schüssel: "Für die ÖIAG ist das ein kleiner Schritt, er ist aber wichtig für die Zukunftssicherung der Region Erzberg." In diesem Zusammenhang erwähnte der Bundeskanzler auch die Erfolgsbilanz der ÖIAG. Sie wird spätestens im 3. Quartal 2006 schuldenfrei sein.

Landeshauptmann Waltraud Klasnic erinnerte daran, dass der Erzberg noch vor einigen Jahren Beschäftigung für 5.000 Menschen bot, während heute noch 230 Personen den Betrieb aufrechterhalten. Klasnic: "Mit dieser Stiftung wurde eine Konstruktion geschaffen, die niemanden benachteiligt. Sie gibt dem Land, das was es möchte, nämlich den Erzberg. Das ist ein Berg, an dem nicht nur abgebaut sondern auch ausgebaut und aufgebaut wird. Wir wollen nachhaltige Konzepte für die Region auch für die Zeit nach der Schließung des Erzabbaus vorbereiten. Die Gründung der Stiftung gibt uns dafür die Möglichkeit. Sie wird von allen Parteien mit getragen."

Generaldirektor Eder hob die strategische Bedeutung des Erzbergs für die voestalpine als Rohstofflieferant in Zeiten steigender Rohstoffpreise hervor. Für die voestalpine ist daher auch eine Verlängerung des Abbaus bis in das Jahr 2012 realistisch. Rainer Wieltsch betonte, dass mit diesem Konzept eine mittelfristige Erhaltung der Arbeitsplätze am Erzberg gesichert wäre.
     
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