Landesregierung hat Mitfinanzierung für Koralmbahn beschlossen  

erstellt am
22. 12. 04

LH Haider/LHStv. Ambrozy: Enorme Chancen für Kärnten
Klagenfurt (lpd) - „Das bedeutendeste Zukunftsprojekt Kärntens, die Koralmbahn, ist im wahrsten Sinn des Wortes auf der Schiene.“ Das betonte Landeshauptmann Jörg Haider am Dienstag (21. 12.) in seiner gemeinsamen Pressekonferenz mit LHStv. Peter Ambrozy im Anschluss an die Regierungssitzung. Die Koralmbahn sei die große Chance, dass Kärnten sich ins Zentrum der Wirtschaftsentwicklung stelle, unterstrich Ambrozy.

Mit Mehrheit (bei zwei Gegenstimmen) wurde die Mitfinanzierung Kärntens für dieses Riesenprojekt in der Regierungssitzung beschlossen. Danach muss Kärnten ebenso wie die Steiermark 140 Mio. Euro bis 2025 in Form von Jahresraten mitzahlen. Mit dem Koralmbahnprojekt seien 46.000 Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft sowie 160 Mio. Euro an Wertschöpfung pro Jahr verbunden, hob Haider die enorme Bedeutung dieses Projektes hervor. Außerdem habe man damit die Chance, um zehn Jahre früher fertig zu sein als der Korridor V, der Kärnten und die Steiermark im Süden umfahre.

Haider dankte den Landesräten Reinhart Rohr und Gerhard Dörfler für ihr diesbezüglich erreichtes Verhandlungsergebnis in Wien. Wie Haider ausführte, seien mit dem zu zahlenden Betrag auch die Kosten für Nebeninvestitionen wie etwa für Lärmschutz abgedeckt. Mit dem Aufbau von Logistikzentren an dieser Verkehrsachse gebe es zudem große Chancen, neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Es gehe um eine wesentliche Verbesserung für Kärnten, betonte auch Ambrozy. Immerhin handle es sich um ein Projekt in Höhe von vier Milliarden Euro. Das Land Kärnten habe schon öfters Vorfinanzierungen erbringen müssen, um Dinge voranzutreiben, erinnerte Ambrozy an die Tauernautobahn und auch an die Universität Klagenfurt. Die ÖBB sei nun gebunden, die ausverhandelte Finanzierung in ihren Rahmenplänen zu konkretisieren.
     
zurück