Tiefbau: Ein Impuls für die Stadt und eine Belebung der Wirtschaft  

erstellt am
22. 12. 04

Rund 7,6 Mio. Euro wurden in Innsbruck im Jahr 2004 in Tiefbauprojekte investiert
Innsbruck (rms) - Kurz vor dem Ultimo kann der städtische Tiefbau eine umfangreiche Bilanz 2004 ziehen und ein umfangreiches Programm für das nächste Jahr präsentieren. Unter anderem verweist StRin. Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter in einem Pressegespräch gemeinsam mit DI Dr. Walter Zimmeter (Städtischer Tiefbau) und DI Therese Leichter (Instandhaltung) auf "den Kreuzungsbereich am Südring im Bereich Eisstadion, die Fortführung des Hochwasserschutzes an der Sill und den ÖPNV-Bereich am Südtiroler Platz", als drei bedeutende Großprojekte im vielfältigen Baukatalog.

In der Neugestaltung des Südtiroler Platzes war die Eröffnung des ÖPNV-Terminals im Oktober "zeigerecht und in gelungener Ausführung" ein wichtiger Schritt in Richtung Fertigstellung. Die Bauarbeiten im westlichen Bereich für den Individualverkehr sind voll im Gang und sollten im Frühsommer nächsten Jahres abgeschlossen werden. Nächstes Jahr (voraussichtlich Herbst) ist auch der Fertigstellungstermin für den Busbahnhof (inklusive dem darüberliegenden Multifunktionsbau Hotel am Bahnhof).

Im Juni 2004 wurde der 2. Bauabschnitt des Projektes Hochwasserschutz Sill abgeschossen: Auf einer Projektlänge von insgesamt 540 Metern wurde das linke Sillufer zwischen Prinz-Eugen-Brücke und Sohlrampe hochwassersicher verbaut (und begrünt), die Matthias-Schmid-Straße wurde ausgebaut. Als nächster Abschnitt wurde die Verbauung des gegenüberliegenden rechten Sillufers bis hin zum Silldücker bereits in Angriff genommen.

Große Fortschritte machen die Bauarbeiten an der Großkreuzung Südring/ Resselstraße/Egerdachstraße (im Bereich Eisstadion) mit ihrem dreigeschoßigen Niveau (Unterführung für den Verkehr in Richtung Ost-West, Rad-Fußgängerunterführung, Einbindung des Verkehrs aus dem Mittelgebirge). "Wir sind dem Zeitplan voraus." Mit diesem Bonus rechnet der Tiefbauleiter DI Dr. Walter Zimmeter mit einer Fertigstellung und Befahrbarkeit der Ost-West-Unterführung Ende nächsten Jahres. Im Aufgabenkatalog `05 aufgenommen ist die Planung der Fuß-Radwegbrücke über Bahn und Sill.

Längerfristig, jedoch absolute Priorität in der generellen Projektplanung hat der Ausbau der Graßmayrkeuzung (mit Untertunnelung). Dieser Ausbau ist ein Teil des Gesamtkonzeptes für den Südring und wurde im Jahr 2000 vom Gemeinderat beschlossen. Als "Vorleistung" müssen aber "Eishallenkreuzung" und der vierspurige Ausbau der Olympia-Brücke (und Rad-Fußwegbrücke) abgeschlossen sein.

Neben der Weiterführung dieser langfristigen Projekte (Südtiroler-Platz, Hochwasserschutz Sill, "Olympiahallen-Kreuzung") wird im nächsten Jahr u.a. mit der Umsetzung des Straßenbahnkonzeptes Neu begonnen. Mitarbeiten wird der städtische Tiefbau an der Planung und Gestaltung der Haltestellenbereiche (das Einsteigen vom Gehsteig in die Niederflurgarnituren soll auf gleichem Niveau erfolgen), in der Planungsgruppe für die Neutrassierung der Regionalbahn-Ostast und der Straßenbahnlinie 3. Budgetiert ist der Straßenausbau in der Rossau.

Generell geplant ist die Neugestaltung der Anichstraße u.a. mit breiteren Gehwegen. StRin. Dr. Pokorny-Reitter, zuständig für den städtischen Tiefbau: "Eine Aufwertung der Innenstadt." Ebenfalls eine Belebung und Attraktivierung der Innenstadt wird im Zusammenhang mit dem Bau des BTV-Forums die Neugestaltung der Gilmstraße bringen (Erschließung für Tiefgaragen, Straßenraumgestaltung und Verkehrsberuhigung).

Bedeutend für die Sicherheit der Bevölkerung sind die durchgeführten und geplanten Verkehrssicherheitsmaßnahmen: Von Mittelinseln (wie etwa im Kreuzungsbereich Schöpfstraße/Andreas-Hofer- Straße) bis zu den 84 Behindertenrampen (ohne Höhenstufe mit maximal 6 Prozent Neigung), den verschiedenen Gehsteigbauten, Haltestellenum- und Neubauten. Allein in diese Projekte für die Sicherheit aller Innsbrucker Verkehrsteilnehmer wurden 390.000 Euro investiert!

"Weitläufig und kilometerintensiv" ist das Aufgabengebiet für die städtische Instandhaltung und Straßenreinigung. 340 Kilometer umfasst das Innsbrucker Straßennetz. "220.000 Quadratmeter Gehsteigfläche müssen zwangsgereinigt werden", erklärt Referatsleiterin DI Leichter. 2500 Abfalleimer werden von den Mitarbeitern der Bauhöfe täglich mehrmals entleert - in der Innenstadt dreimal pro Tag!

Insgesamt wurden in den Tiefbau im Jahr 2004 rund 7,6 Mio. Euro investiert. "StRin. Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter: "Die Stadt Innsbruck leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Bauwirtschaft und für dien Schaffung und Sicherung der Arbeitsplätze.
     
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