Wien (bmaa) - "Seit Sonntag vergangener Woche sind alle unsere Kräfte darauf konzentriert, jenen
Österreichern zu helfen die Zeugen und Opfer der Naturkatastrophe in Südostasien wurden", sagte
Außenministerin Ursula Plassnik am Sonntag (02. 01.) anlässlich einer Pressekonferenz nach der
Sitzung des Krisenstabes im Außenministerium in Wien.
In den vergangenen Tagen konnten 1659 Österreicherinnen und Österreicher sicher nach Hause gebracht werden.
Darunter befanden sich 70 schwerer Verletzte, die liegend transportiert werden mussten.
Derzeit befinden sich noch vier nicht transportfähige Patienten in Bangkok. Sie werden mit Ambulanzjets nach
Hause geflogen, sobald die österreichischen Ärzte, die sie dort betreuen, das für sinnvoll erachten.
Es gebe weiterhin 6 bestätigte Todesfälle, so Plassnik. "Insgesamt gibt es 723 Österreicherinnen
und Österreicher im Raum Asien und Kenia, zu denen wir noch keinen Kontakt aufnehmen konnten. Davon befinden
sich 490 in Thailand und auf Sri Lanka. Diese 490 waren zum Zeitpunkt der Naturkatastrophe in den am stärksten
betroffenen Gegenden und müssen daher als derzeit vermisst gelten."
Aus anderen Ländern Südostasiens gebe es keine Hinweise, dass Österreicher zu Schaden gekommen wären.
Dies sei allerdings kein Anlass zur Entwarnung, so die Außenministerin. "Deshalb die große Bitte
an Freunde und Angehörige der Urlauber, die bisher nicht erreicht werden konnten: Informieren Sie uns sobald
Sie neue Informationen über die Gesuchten erhalten."
Über 100 Mitarbeiter werden weiter in den am meisten betroffenen Regionen bleiben. Derzeit konzentriert sich
die Arbeit auf die hauptbetroffenen Touristenregionen an der Westküste Thailands und auf Sri Lankas. |