Schicker hat mehr als ein halbes Jahrhundert die oberösterreichische Kulturlandschaft geprägt
Linz (lk) - "Mit Professor Franz Schicker ehrt das Kulturland Oberösterreich eine ihrer
großen Persönlichkeiten", erklärte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer im Rahmen der
Feierlichkeiten zum 90. Geburtstag des Jubilars. Professor Franz Schicker ist mit der Künstlergilde Salzkammergut
seit deren Wiederbeginn im Jahr 1946 untrennbar verbunden.
Bereits die ersten Ausstellungen in der Nachkriegsperiode wiesen bemerkenswerte Qualität und hohes Niveaus
aus. Dabei verstand es Schicker, auch eine ganze Reihe Wiener Künstler, die während des Zweiten Weltkriegs
ins Salzkammergut gekommen waren, für die Sache zu begeistern und zur Teilnahme zu gewinnen.
1955 wurde Schicker Gildenpräsident und blieb es für 23 Jahre. Seiner Ära als Präsident ist
es zu verdanken, dass die Künstlergilde nun dauerhaft im Kammerhofgebäude ihre Heimstatt gefunden hat.
Mit dem Einzug in die Kammerhofgalerie gab Schicker Gmunden als Ausstellungsstadt einen entscheidenden Impuls:
Er holte Gastausstellungen von Hans Fronius bis Johannes Schreiber, von Fritz von Herzmanovsky-Orlando bis Paul
Flora hierher und gründete die legendäre Druckwerkstatt in der Traungasse, in denen die Künstlerinnen
und Künstler arbeiten konnten, wo aber auch Kurse abgehalten wurden und die sich ganz allgemein als attraktiver
Treffpunkt entwickelte.
Seit 1980 ist Schicker Ehrenpräsident der Künstlergilde Salzkammergut. "Wir nützen daher den
runden Geburtstag Professor Schickers, um ihm für sein enormes Engagement, mit der er mehr als ein halbes
Jahrhundert die oberösterreichische Kulturlandschaft mitgeprägt hat, zu danken", so Pühringer. |