Modernste Technologie für Kardiologisches Zentrum
Krems (nlk) - An der kardiologischen Abteilung des Krankenhauses Krems ging kürzlich eine der
modernsten Angiographieanlagen Europas in Betrieb. Für Patienten bringt die neue Technologie kürzere
Untersuchungszeiten und weniger Strahlenbelastung. Insgesamt müssen jährlich rund 21.000 NiederösterreicherInnen
auf Grund einer koronaren Herzkrankheit zur Erstversorgung in ein Krankenhaus.
Die neue biplane Katheteranlage arbeitet statt des üblichen Röntgenverstärkers mit zwei Flachbilddetektoren,
durch die das Herz aus zwei Ebenen mit deutlich besserer Bildqualität betrachtet werden kann. Die Vorteile
für Patienten liegen in einer geringeren Strahlenbelastung, weniger Kontrastmittel und einer kürzeren
Untersuchungszeit: Der gesamte Eingriff (Diagnose und nachfolgende Gefäßdehnung) dauert nun rund eine
Stunde und verläuft in der Regel schmerzfrei. Insgesamt bleibt der Patient nur drei bis vier Tage zur Beobachtung
im Krankenhaus.
Das Krankenhaus Krems ist zuständig für die kardiologische Versorgung des Waldviertels sowie teilweise
des Zentralraums von Niederösterreich und angrenzender Teile des Weinviertels und des Mostviertels. In Zusammenarbeit
mit regionalen Krankenhäusern und Fachärzten sowie praktischen Ärzten bietet das Kardiologische
Zentrum Krems eine komplette kardiologische Versorgung mit Ausnahme von Herzoperationen (Herzchirurgie). Derzeit
werden pro Jahr ca. 1.500 Kathetereingriffe, davon ca. 40 Prozent Ballondehnungen des Gefäßes, im Krankenhaus
Krems durchgeführt.
Neben diesen Eingriffen zählen Schrittmacherimplantationen, Implantationen von Defibrillatoren, elektrophysiologische
Untersuchungen zur dauerhaften Behandlung von Herzrhythmusstörungen und andere spezielle Techniken zum Therapieangebot
der Abteilung. Unter der Hotline 0732/804-2722 oder -2723 steht ein Arzt für dringende Fälle zur Verfügung. |