NÖ rüstet im Kampf gegen den Herzinfarkt weiter auf  

erstellt am
19. 04. 05

Schabl: Mortalität bei akuten Infarkten zwischen 30 und 50 %
St. Pölten (nlk) - In Niederösterreich sterben jedes Jahr rund 5.800 Menschen an Herzinfarkt. Das Thema Herzinfarkt stand am Montag (18. 04.) auch im Mittelpunkt einer Pressekonferenz mit Landesrat Emil Schabl, Primar Dr. Harald Mayr (Landesklinikum St. Pölten) und Dr. Markus Klamminger (NÖGUS). „Die Mortalität bei akuten Infarkten beträgt zwischen 30 und 50 Prozent, wobei die Hälfte aller Betroffenen innerhalb der ersten zwei Stunden stirbt“, sagte Schabl.

In den letzten Jahren hat sich neben der Erweiterung eines verstopften Herzkranzgefäßes mit einem Medikament auch die Behandlung mit einem Herzkatheterballon bzw. der Implantation mit einem Stent bewährt. Die Versorgung solcher Patienten ist in den derzeit vier kardiologischen Zentren in Niederösterreich - St. Pölten, Krems, Mistelbach und Wiener Neustadt – in der Zeit von 7 bis 16 Uhr weitgehend gewährleistet. In der Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen wurde diese Versorgung aber zu einem echten Problem. Es sei daher beschlossen worden, für die akuten Koronarsyndrome im Zentralklinikum St. Pölten zwei Herzkatheterräume und einen 24-Stunden-Betrieb für sieben Tage in der Woche zu etablieren, meinte Mayr.

Zudem sei im Krankenhaus Krems eine neue Anlage in Betrieb genommen worden. Außerdem könnten in den Krankenhäusern Mistelbach und Wiener Neustadt die Leistungen noch deutlich gesteigert werden. In den nächsten Jahren werde im Thermenklinikum in Baden/Mödling eine neue Kardiologie den Betrieb aufnehmen. Schabl: „Unser Ziel ist der weitere Ausbau der medizinischen Versorgung, die Verbesserung der Vorsorge, verbunden mit einer verstärkten Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung, und die Zusammenarbeit aller mit der Gesundheit befassten Stellen, Es muss uns allerdings bewusst sein, dass all das auch etwas kostet.“
     
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