Unterfahrung der Süd-Ost-Tangente durch die Schildmaschine
Wien (rk) - In der kommenden Woche wird die meistbefahrene Straße Wiens, die Süd-Ost-
Tangente im Zuge der Herstellung der Tunnelröhre für das Betriebsgleis der U-Bahn-Linie U2 unterquert.
Diese Unterfahrung erfolgt dabei mit einer Tunnelvortriebsmaschine (von den WienerInnen liebevoll "Maulwurf"
genannt) und findet in 16 bis 20 m Tiefe in der Nähe der Prater Hauptallee statt.
Die in der Verwaltung der MA29 befindliche A23 - Prater- Hochstraße besteht in diesem Bereich aus einer vierfeldrigen
Stahlbetonplatte mit zwei auskragenden Seitenfeldern. Diese Stahlbetonplatte liegt auf fünf Hohlkastenstahlträgern
auf, die als Durchlaufträger ausgebildet sind und mit der Stahlbetondecke schubfest verbunden sind. Die Auflager
der Brücke werden durch Stahlbetonsäulen gebildet, die die auftretenden Lasten über Fundamente in
den Untergrund leiten.
Damit es während der Tunnelherstellung zu keinen Schäden an der A23 infolge Setzungen kommt, werden an
zu unterfahrenen Stahlbetonsäulen Hilfsstützen und Hubpressen angebracht. Im Bedarfsfall werden die Pressen
aktiviert, um das Tragwerk wieder in seine ursprüngliche Lage zu bringen. Die Notwendigkeit einer solchen
Maßnahme wird einvernehmlich zwischen Wiener Linien GmbH & Co KG, MA29 - Fachbereich Brückenbau
sowie Fachbereich Grundbau, den Planern und den ausführenden Baufirmen festgelegt. Um die Sicherheit der A23
zu gewährleisten und ein rasches Einschreiten zu ermöglichen ist während der Unterfahrung eine Überwachung
der Messungen durch die Beteiligten rund um die Uhr vorgesehen.
Eine eventuell notwendige Hebung findet unter voller Aufrechterhaltung des Straßenverkehrs statt. Die Auswirkungen
der Arbeiten an der A23 werden keine Einfluss auf den Verkehr haben, da sich die Bewegungen nur im Millimeterbereich
abspielen werden.
Die Querung der Süd-Ost-Tangente wird ca. 1 bis 2 Wochen dauern. |