Schnell Weichen für die bestmögliche Entwicklung der Flughäfen Bratislava und Košice
stellen
Wien (vie) - „Wir freuen uns sehr über den heutigen Regierungsbeschluss und sind überzeugt,
dass wir das beste Angebot für eine nachhaltige Entwicklung der Flughäfen und der ganzen Region gelegt
haben“, sagt Herbert Kaufmann, Sprecher des Vorstandes der Flughafen Wien AG, auf die am Mittwoch (01. 02.)
erfolgte Entscheidung im Privatisierungs-Verfahren um den 66-%-Anteil am Flughafen Bratislava. Der Businessplan
des Consortium TwoOne, dem die Flughafen Wien AG, die Raiffeisen Zentralbank (RZB) und die slowakische Equity Group
Penta angehören, sieht sofortige Verbesserungen für Flughafen und Infrastruktur vor. „Wir sind bereit,
schnell Maßnahmen zu setzen. Erste Verbesserungen werden noch in diesem Jahr zu sehen sein. Der Flughafen
Bratislava wird größer, moderner und komfortabler“, sagt Herbert Kaufmann.
TwoOne hatte sich in der vergangenen Woche in einer weiteren Bieterrunde gegen den Mitbewerber durchgesetzt. Insgesamt
bezahlt TwoOne für 66 Prozent der Anteile an den Flughäfen Bratislava und Košice einen Kaufpreis von
rund 11,4 Mrd. SKK (ca. 299 Mio. Euro). Die gesamte Summe fließt dem Staatshaushalt der Slowakischen Republik
zu. Die Aufstockung des Eigenkapitals zur Finanzierung von Investitionen beläuft sich beim Flughafen Bratislava
auf 7,9 Mrd. SKK (ca. 203 Mio. Euro), beim Flughafen Košice auf 380 Mio. SKK (ca. 9,7 Mio. Euro). Das Consortium
TwoOne verpflichtet sich in den Jahren 2006-2010 insgesamt einen Betrag von rund 9,8 Mrd. SKK (ca. 250,7 Mio. Euro)
zu investieren. Davon entfallen auf Bratislava rund 9,37 Mrd. SKK (ca. 240 Mio. Euro) und rund 415,6 Mio. SKK (ca.
10,7 Mio. Euro) auf Košice.
„Mit uns bekommt Bratislava mehr Destinationen, höhere Frequenzen und mehr Passagiere als mit jeder anderen
Lösung “, sagt Herbert Kaufmann. Die Weiter-entwicklung des Flughafens hat zudem gute Auswirkungen auf die
gesamte Region: Volkswirtschaftliche Berechnungen zeigen, dass jede Million zusätzlicher Flugpassagiere tausend
neue Arbeitsplätze bringt.
Laut der EU-Studie Interreg III-A können durch eine Kooperation sogar bis zu 35.000 neue Arbeitsplätze
in der Region Bratislava entstehen. "Die nachhaltig positive Entwicklung der Region Wien-Bratislava ist uns
ein besonderes Anliegen. Die Partnerschaft der Flughäfen Wien und Bratislava eröffnet die einmalige Chance,
das Zusammenwachsen der Region zu beschleunigen, die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und den Wohlstand
ihrer Bewohner zu erhöhen", sagt RZB-Vorstandsdirektor Karl Sevelda.
Obwohl keine zwei anderen Hauptstädte so nahe bei einander liegen wie Bratislava und Wien, gibt es noch keine
hochrangige Straßen- und Bahnverbindung. TwoOne ermöglicht nun die rasche Errichtung der Hochleistungs-Zugverbindung
Wien City - Flughafen Wien - Bratislava City ? Flughafen Bratislava. Die Fahrzeit soll nur eine knappe Stunde betragen.
Check-in-Terminals in den Stadtbahnhöfen sorgen für hohen Komfort. |