Wien (bmaa) - Die Europäische Union begrüßt, dass der ehemalige liberianische Präsident
Charles Taylor in Nigeria festgenommen und zügig an das Sondergericht für Sierra Leone überstellt
wurde, wo er sich in mehreren Anklagepunkten wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und weiterer schwerer Verstöße
gegen das humanitäre Völkerrecht zu verantworten haben wird.
Die Europäische Union beglückwünscht die liberianische Präsidentin Johnson-Sirleaf zu ihrem
entschlossenen Eintreten für die Auslieferung Taylors und würdigt die wichtige Rolle, die Präsident
Obasanjo und die nigerianischen Behörden bei seiner Festnahme gespielt haben.
Die Europäische Union ist erfreut darüber, dass sich Charles Taylor nun endlich den Gerichten stellen
muss. Dies ist ein historischer Schritt für die Bevölkerung Sierra Leones und lässt auf Frieden
und Wiederaussöhnung in der Region hoffen. Die Festnahme von Charles Taylor und seine Überstellung an
das Sondergericht stellen auch einen wichtigen Sieg für die internationale Justiz sowie im Kampf gegen die
Straflosigkeit in der gesamten westafrikanischen Region dar. Die Europäische Union begrüßt, dass
das Sondergericht engagiert darum bemüht ist sicherzustellen, dass der Prozess gegen Charles Taylor ohne Einflussnahme
von außen geführt werden kann.
Die Europäische Union bekräftigt erneut, dass sie vorbehaltlos hinter dem von den Vereinten Nationen
unterstützten Sondergericht für Sierra Leone steht.
Die Europäische Union bekräftigt ferner ihre nachdrückliche Unterstützung für Frieden,
Stabilität und Demokratie in der Mano-River-Region. |