Qualitätsverbesserung in der Abfallbehandlung bringt Entlastung für
die Umwelt
Wien (bmlfuw) - Österreich hat den Übergang von der reinen Abfallbeseitigung zur umweltgerechten
Behandlung und Verwertung und damit zu einer nachhaltigen Abfallwirtschaft bereits geschafft und liegt damit im
europäischen Spitzenfeld. Die Qualität der Entsorgungsbetriebe, beispielsweise durch die Einführung
des zertifizierten Entsorgungsfachbetriebes, ist gestiegen und Umweltauswirkungen aus der Behandlung von Abfällen
konnten somit deutlich gesenkt werden. Durch das Verbot der Deponierung von organischen Abfällen ist ein weiterer
wesentlicher Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele umgesetzt worden. Dies gelang eineinhalb Jahre früher
als in Deutschland, sagte Sektionschef Dr. Leopold Zahler im Lebensministerium am 22.06. anlässlich des
15. Verwertungs- und Entsorgungstag 2006.
Der aktuelle Bundesabfallwirtschaftsplan (BAWP), der am 30. Juni online gehen wird, zeigt darüber hinaus dass
es zu einer Verringerung der Menge an unbehandeltem Restmüll auf Deponien gekommen ist. Im Jahr 2003 wurden
rund 1,7 Millionen Tonnen (inklusive Altlastenmaterial) abgelagert. 2004 waren es nur mehr 290.000 Tonnen. Hier
zeigt sich, dass die Deponieverordnung bereits erfolgreich umgesetzt worden ist.
Gemäß Abfallwirtschaftsgesetz 2002 hat das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt
und Wasserwirtschaft alle fünf Jahre einen BAWP zu erstellen. Der BAWP bietet neben den Grundsätzen für
die grenzüberschreitende Verbringung und Behandlung von Abfällen eine umfassende Bestandsaufnahme der
Situation der österreichischen Abfallwirtschaft und ist somit die Informationsquelle für alle in diesem
Bereicht tätigen Akteure wie Behörden, Entsorgungswirtschaft, Planungsbüros und die Öffentlichkeit. |