Plassnik: "Vielfältige und vertrauensvolle Partnerschaft mit
der Slowakei"
Wien (bmaa) - Außenministerin Ursula Plassnik ist am 21.07. mit ihrem slowakischen Amtskollegen
Jan Kubis zu einem Arbeitsgespräch zusammengetroffen. Es war dies für Jan Kubis der erste Österreich-Besuch
in seiner neuen Funktion als slowakischer Außenminister.
"Unsere Länder sind nicht nur durch eine vielfältige und vertrauensvolle Partnerschaft, sondern
auch durch ein enges Netz an menschlichen Beziehungen miteinander verbunden. Das heutige Treffen ist daher eine
Etappe in dem fortlaufenden Gespräch zwischen Freunden. Wir werden unsere Zusammenarbeit in diesem Geist fortsetzen.
Die Haupterkenntnis heute für mich ist dass zwischen Jan Kubis und seinem Vorgänger Eduard Kukan volle
Kontinuität in der slowakischen Außenpolitik besteht", so Außenministerin Plassnik, die in
ihrem Amtskollegen Kubis aufgrund seiner langen Jahre als OSZE-Generalsekretär "auch ein bisschen einen
Wiener" sieht.
Plassnik verwies auf die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Slowakei und Österreich. wobei sie
unter anderem das Twin-City Projekt zwischen Wien und Bratislava hervorhob. "Unsere dichte und intensive wirtschaftliche
Kooperation kommt inbesondere auch dem Mittelstand, unseren Klein- und Mittelbetrieben, zugute. Wir haben heute
konkrete Möglichkeiten besprochen, wie wir das Potential unser Wirtschaftsbeziehungen noch besser ausschöpfen
können", sagte die Außenministerin.
Auf die aktuelle Situation im Nahen Osten angesprochen, betonte Plassnik das Engagement der EU in der Region, sowohl
im politischen als auch im humanitären Bereich. "Wir sind nicht nur bemüht, unsere Bürger in
Sicherheit zu bringen, sondern setzen uns auch aktiv für eine Beruhigung der Lage ein", erklärte
Plassnik, die unter anderem auf die Entsendung des Hohen Vertreters Javier Solana in die Region verwies. Plassnik
erinnerte an die EU-Forderung nach einer sofortigen Einstellung des Raketen beschusses israelischer Ziele aus dem
Gaza-Streifen und aus dem Südlibanon sowie die Freilassung der israelischen Soldaten. Aber auch Israel sei
mit größter Ernsthaftigkeit aufgefordert, "Maß zu wahren und die Verhältnismäßigkeit
seiner Operationen wieder zu finden. Diese Verhältnismäßigkeit ist in den Ereignissen der letzten
Tage offenkundig verloren gegangen. Die Zivilbevölkerung im Libanon leidet, die humanitäre Situation
wird immer angespannter", so Plassnik.
Im Zusammenhang mit den laufenden Evakuierungen von EU-Bürgern aus dem Libanon verwies die Außenministerin
auf die praxiswirksame Solidarität zwischen den EU-Staaten: "Ich war gestern am Flughafen, um die Österreicher
zu begrüßen, die über Zypern aus dem Libanon ausgeflogen wurden. Die Maschine des österreichischen
Bundesheeres hat neben zahlreichen Österreichern auch vier slowakische Staatsbürger in Sicherheit gebracht.
Das ist ein schönes Beispiel für gelebte Nachbarschaft und für unsere enge menschliche Verbundenheit.
Wir helfen unseren Partnern in dieser Krisensituation. Wir wissen umgekehrt, dass wir uns auf unsere slowakischen
Freunde verlassen können." |