Österreich hilft, das Leid der Zivilbevölkerung zu lindern
Wien (bmaa) - "Die österreichische Soforthilfe für die Not leidende Zivilbevölkerung
im Libanon ist voll angelaufen", berichtete Außenministerin Ursula Plassnik im Ministerrat vom 08.08.
In Anbetracht der angespannten humanitären Situation im Libanon hatte die Bundesregierung Ende Juli prompt
reagiert und eine Soforthilfe in Höhe von 500.000 Euro beschlossen.
Seither wurden 325.000 Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds an die Nothilfeaktivitäten des Internationalen
Komitees vom Roten Kreuz überwiesen. Primär dienen sie dazu, die Notversorgung der durch die Kriegshandlungen
schwer getroffenen Bevölkerung im Südlibanon und der intern Vertriebenen sicherzustellen. Die Maßnahmen
umfassen die Notversorgung der betroffenen Menschen mit Nahrung, Wasser, Medikamenten und Hygieneartikeln, sowie
Hilfe bei der Zusammenführung von vermissten Personen mit ihren Familien.
Weitere 175.000 Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds gehen an Projekte von österreichischen Nichtregierungsorganisationen,
die über profunde Nahost-Erfahrung verfügen. Die Verträge werden noch diese Woche abgeschlossen.
Die Gelder werden der Grundversorgung von intern Vertriebenen in den Lagern Bourj el Barajneh, Chatilla und in
zahlreichen Schulen im Großraum Beirut, die mittlerweile als Auffanglager dienen, zugute kommen. Die Hilfsmaßnahmen
konzentrieren sich auf die Verteilung von Nahrungsrationen, Trinkwasser, Hygieneartikeln und Medikamenten, sowie
die psychosoziale Betreuung traumatisierter Kinder. |