Bozen (lpa) - Über den Brennerbasistunnel und Fragen zum Verkehr auf der Achse Verona-München
hat Landeshauptmann Luis Durnwalder am 14.11. mit mehreren bayrischer Bürgermeister und einigen bayrischen
Landräten und Landtagsabgeordneten bei einem Treffen in Bozen gesprochen.
„Wir müssen eine Form finden, mit dem Verkehr zu leben: wir brauchen keine neuen Straßen, sondern müssen
den Verkehr auf der Schiene ausbauen und die Rentabilität der künftigen Brennerbahnlinie erhöhen,
damit immer mehr Verkehr auf die Schiene verlegt wird“, unterstrich Landeshauptmann Durnwalder heute bei seinem
Gespräch mit der Delegation aus Bayern, die Informationen über die Verkehrspolitik im Alpenraum sammelt,
um entsprechende Maßnahmen für den Ausbau der Brennerbahnlinie und den Brennerbasistunnel vorzubereiten.
Von Interesse für sie dabei in erster Linie die 70 Kilometer lange Strecke zwischen Kufstein und München.
Auch für Bayern sei es, vor allem vor dem Hintergrund der regen Import- und Exportbeziehungen mit den Regionen
Norditaliens, interessant, Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen, meinte Durnwalder. Der Landeshauptmann
berichtete den bayrischen Gästen von den derzeitigen grenzüberschreitenden Bemühungen, das Vorhaben
Brennerbasistunnel, das zum Vorteil für die Bürger und für die Umwelt sei, umzusetzen. „Der Tunnel
ist nur ein Teil eines umfassenden Mobilitätsprojekts - auch die Zulaufstrecken sind gleichbedeutend“, betonte
Durnwalder. Der erste Spatenstich für den Probestollen des Brennerbasistunnels sei ein wichtiger Schritt hin
zu einer nachhaltigen Lösung, die den kommenden Generationen entgegen komme, so der Landeshauptmann. „Es liegt
an uns, den Bürgern die Wichtigkeit des Projekts zu veranschaulichen und wir haben viele stichhaltige Argumente
auch diejenigen zu überzeugen, die noch nicht überzeugt sind“, sagte der Landeshauptmann gegenüber
den Politikern aus Bayern.
Schließlich hat Landeshauptmann Durnwalder die bayrischen Bürgermeister, Landräte und Landtagabgeordnete
noch einmal an die Zusicherungen der Europäischen Union und des italienischen Staats hinsichtlich des Verkehrsprojekts
erinnert. Dabei sind laut Landeshauptmann Durnwalder drei Punkte wesentlich: der Wille den Alpenraum zu schützen,
die Strategie, die Autobahnmaut zu erhöhen, um eine Querfinanzierung des Brennerbasistunnels zu ermöglichen
und die Notwendigkeit, ein umfassendes Verkehrskonzept rund um den Tunnel zu erarbeiten, um die Schiene attraktiver
zu machen. |