Bundeskanzler Gusenbauer macht sich ein Bild und besucht das LKH-Univ.Klinikum
Graz
Graz (universität) - Die Dringlichkeit einer Generalsanierung der Univ.-Klinik für
Chirurgie wird von den Verantwortlichen seit Langem gefordert. Der Vorstand der KAGes sowie die Direktion des LKH-Univ.Klinikums
Graz und der Vorstand der Univ.-Klinik für Chirurgie haben auch mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen
auf die notwendige Umsetzung des Projekts LKH 2020 aufmerksam gemacht. Dabei handelt es sich um die Sanierung des
Chirurgiekomplexes, aber auch um die Zielplanung des Nachfolgeprojekts LKH 2020 mit den Bauprojekten Zahnklinik,
Radiologie, Blutbank sowie Reinvestition der Medizintechnik. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 430
Mio. Euro. Das Land Steiermark hat die Finanzierung bereits zugesagt, offen ist noch immer eine Zustimmung von
Bundesseite (Bundesministerium für Finanzen).
"Ich sichere zu, dass ich das Projekt unterstütze"
Bundeskanzler Gusenbauer machte sich am 15.06. selbst ein Bild vor Ort und besichtigte den Gebäudekomplex.
Er verschaffte sich vor allem einen Überblick über die bautechnische Situation der Univ.-Klinik für
Chirurgie, "die Zustände tragen erhebliche Gefahrenpotentiale in sich, ein Rohr könnte jederzeit
wieder platzen." Somit ist aus seiner Sicht "alles zu unternehmen, dass sowohl die Krankenversorgung
als auch die Lehre und Forschung in einer vernünftigen Art und Weise stattfinden können." Bundeskanzler
Gusenbauer hat volles Verständnis für das Anliegen eines Neubaus bzw. einer Generalsanierung. "Ich
sichere zu, dass ich dieses Projekt unterstütze." "Noch dieses Jahr" will Bundeskanzler Alfred
Gusenbauer zu einer definitiven Entscheidung bezüglich der Sanierung des Chirurgieturms kommen.
Umfassende Sanierung des Chirurgiegebäudes für eine zeitgerechte Patientenversorgung, Ausbildung
und Forschung
Bei den geforderten Sanierungsmaßnahmen handelt es sich im Wesentlichen um die Generalsanierung des
Chirurgiekomplexes, "Akuter Handlungsbedarf besteht in der Sanierung der Univ.-Klinik für Chirurgie,
da v.a. im Innenbereich schlimme bauliche Zustände herrschen. Laufende akute und wartungsbedingte Reparaturarbeiten
stehen an der Tagesordnung und erschweren den Tagesablauf von Ärzten, Pflegemitarbeitern und Patienten",
erklärt Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg, Vorstand der Univ.-Klinik für Chirurgie. Es fehlen
Seminar- und Unterrichtsräume für eine moderne Lehre sowie Forschungsflächen. Patienten sind oft
in 6-Bettzimmern ohne zugeordnete Toiletten und Waschgelegenheiten, die sich am Gang befinden, nicht mehr zeitgemäß
untergebracht.
Bauprogramm und Kostenübersicht
"Für eine zeitgemäße Ausstattung der Kliniken im Chirurgieblock fehlen 50% der erforderlichen
Flächen. Eine rasche Sanierung des Chirurgieblockes ist daher überaus dringlich. Die Kosten für
die Sanierungs- und Erweiterungsbauten im ersten Teil des Programmes LKH 2020 betragen rd. 430 Mio. Euro. In diesem
ersten Ausbauprogramm sind neben dem Chirurgieblock die Neubauten für die Zahnklinik, die Blutbank, die Generalsanierungen
der Radiologischen Klinik und der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie enthalten. Weiters beinhaltet
das Programm die dringend erforderliche Erneuerung der medizinisch-technischen Anlagen. Um zügig weiterarbeiten
zu können, fehlt uns die Zusage der Mitfinanzierung des Bundes", betont VDir. Ernst Hecke, Technik- und
Finanzvorstand der KAGes.
Aktion Help - überdimensionaler plakater Aufruf mit Begleitmaßnahmen
Die Öffentlichkeit wurde bereits mehrmals auf die dringend notwendigen Verbesserungen im Rahmen der
Aktion "Help" aufmerksam gemacht. Der bekannte Medienkünstler Prof. Richard Kriesche designte den
"Hilferuf" kostenlos. Bisherige Maßnahmen: "Help" als überdimensionaler, plakativer
Aufruf auf dem Chirurgiegebäude, kostenlose Spots in den Infoscreens der Straßenbahnen und auf der großen
Videowand auf dem Jakominiplatz (gesponsert vom Grazer Unternehmen "Ankünder"), ein Videoclip "Help"
des Chors der Univ.-Klinik für Chirurgie und Teilnahme eines Help-Laufteams beim Grazer Businesslauf. |