Ende November um 3,5% weniger Arbeitslose als vor einem Jahr
Wien (bmwa) - "Der Aufschwung am Arbeitsmarkt hält an, seit 21 Monaten sinken die Arbeitslosenzahlen,
wir nähern uns Schritt für Schritt der Vollbeschäftigung", erklärte Wirtschafts- und Arbeitsminister
Martin Bartenstein zu den Arbeitsmarktdaten per Ende November: Es waren 223.610 vorgemerkte Arbeitssuchende registriert,
um 3,5 Prozent bzw. 8.136 Personen weniger als im November des Vorjahres. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen
stieg um 2,7 Prozent auf 33.280. Die Zahl der Schulungsteilnehmer ging um 13 Prozent (8.036) auf 53.778 Personen
zurück. Netto ist damit die Zahl der Arbeitssuchenden im November um mehr als 16.000 gesunken.
Während es bei den Frauen einen starken Rückgang der Arbeitslosigkeit gab (minus 5,5 Prozent zu minus
1,6 Prozent bei den Männern), stieg die Zahl der älteren Arbeitslosen (50 plus) leicht um 1,1 Prozent
an. Eine de facto Stagnation der Arbeitslosenrate war bei Ausländern zu verzeichnen. Bei Inländern sank
die Zahl der Arbeitslosen um 4,3 Prozent (8.193) auf 181.068 Personen. In der Baubranche hat nach dem "Nicht-Winter"
des Vorjahres heuer die Saisonarbeitslosigkeit relativ früh eingesetzt und dies eine Zunahme der Arbeitslosigkeit
(+3,8% bzw. +1.015 Personen) zur Folge.
„Positiv zu beurteilen ist auch stetig kürzer werdende Verweildauer in der Arbeitslosigkeit, die nun bei 89
Tagen liegt. Das ist ein weiterer Beweis für die hohe Qualität des Arbeitsmarktservice", so Bartenstein.
Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen (länger als 12 Monate vorgemerkt) ist im Jahresabstand um 15,6 Prozent
deutlich auf 5.937 Personen gesunken.
In allen Bundesländern war eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt zu verzeichnen, regional gab es jedoch
große Unterschiede. Besonders stark fiel der Rückgang der vorgemerkten Arbeitssuchenden im November
in Vorarlberg (-9,5 Prozent) und in Salzburg (-9,4 Prozent) aus. In Wien wurden um 4,6 Prozent weniger Arbeitssuchende
registriert, in Kärnten um 2,0 Prozent. In der Steiermark fiel der Rückgang mit 0,2 Prozent am geringsten
aus.
Fachkräfte aus dem Ausland
Für den Minister hat sich das Kontingent der Fachkräfteverordnung für heuer mit 800 als ausreichend
dargestellt: bisher seien 670 zusätzliche Fachkräfte im Land. Gemäß Vorschlägen der Sozialpartner
werden in der Fachkräfte-Verordnung für 2008 die Zahl der Berufe deutlich aufgestockt, und zwar von bisher
drei (Schweißer, Dreher und Fräser) auf über 50 Berufe. Zu rechnen sei mit einem zusätzlichen
Bedarf von 6.000 bis 7.000 Fachkräften, der aber nur zu einem kleinen Teil durch Fachkräfte aus den neuen
Mitgliedsstaaten gedeckt werden könne. An erster Stelle stehe die klassische Berufsausbildung der Lehrlinge,
an zweiter Stelle das Fachkräfteprogramm des AMS, wo derzeit pro Jahr 10.000 Fachkräfte qualifiziert
werden. |