Bozen (lpa) - Als "glänzenden Botschafter Südtirols in Innsbruck und Wien" bezeichnete
Landeshauptmann Luis Durnwalder am 03.03. Bundesratspräsident Helmut Kritzinger. Der gebürtige Sarner
stattete heute dem Landeshauptmann einen Antrittsbesuch ab, bei dem es vor allem um die Zusammenarbeit zwischen
Bozen, Innsbruck und Wien aber auch um eine ständige Information aller Beteiligten ging.
Mit Kritzinger, 1928 in Sarnthein geboren und in der zweiten Hälfte der 50er Jahre Mitglied des Sarner Gemeinderats,
leitet zum ersten Mal ein Südtiroler die zweite Kammer des österreichischen Parlaments. Der Bundesrat
wird aus Vertretern der Länder gebildet und vertritt im Gesetzgebungsprozess deren Interessen. "Es ist
üblich, dass der Bundesratspräsident allen Landeshauptleuten einen Besuch abstattet und mein erster Besuch
führt mich nach Südtirol", so Kritzinger heute im Palais Widmann in Bozen.
Dort war er von Landeshauptmann Durnwalder empfangen worden, der sich "sehr stolz" darüber zeigte,
dass einem Südtiroler die Ehre zugekommen sei, den Bundesrat führen zu dürfen. "Diese wichtige
Aufgabe ist Kritzinger zugedacht worden, weil er über eine ausnehmend lange politische Erfahrung verfügt",
so Durnwalder, der ergänzt: "Auch wenn Helmut Kritzinger nun in Wien ein wichtiges Amt besetzt, so ist
er im Herzen doch immer ein Tiroler."
Vereinbart hat man heute, dass man den regelmäßigen Kontakt zwischen dem Bundesrat und dem Land Südtirol
suchen werde. "Wir wollen uns gegenseitig stetig über die Entwicklungen in Bozen und Wien ajour halten",
so der Landeshauptmann. Zudem habe Kritzinger versprochen, bereits im Mai mit dem gesamten Bundesrat auf Besuch
nach Südtirol zu kommen. "Damit wird die Verbundenheit Südtirols mit dem Vaterland Österreich
unterstrichen und gleichzeitig können die Ländervertreter sich ein aktuelles Bild von unserem Land machen",
so Durnwalder.
Angesprochen wurde heute schließlich auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Bozen und
Innsbruck. "Diese steuert auf ein besonderes Jahr, das Gedenkjahr 2009 zu, doch stehen auch weiterhin tagespolitische
Themen auf der Tagesordnung, etwa die Zugverbindungen zwischen Süd-, Nord- und Osttirol", so der Landeshauptmann. |