Bozen (lpa) - Am 15.05. tritt der neue Einheitstext zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
in Kraft, in dem die zahlreichen unterschiedlichen Bestimmungen zur Arbeitssicherheit zusammengefasst worden sind.
Sehr zur Freude von Landesrätin Luisa Gnecchi: "Dieses Gesetz kann zu Recht als ’Arbeitssicherheitsgesetz’
bezeichnet werden", so die Landesrätin.
306 Artikel stark ist das neue Regelwerk in Sachen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. "Dazu kommen noch
jede Menge Anlagen mit technischen Details", so Helmuth Sinn, Direktor der Landesabteilung Arbeit. Dabei ist
der Einheitstext nicht nur eine Zusammenfassung bereits bestehender Regelungen, sondern führt auch einige
wesentliche Neuerungen ein. "Die herausragendsten sind die Ausdehnung des Arbeitsschutzes auch auf die selbständigen
Arbeiter, die Verstärkung der Ausbildung der Arbeitnehmer sowie die Erhöhung der Strafen bei festgestellten
Vergehen", erklärt Sinn.
Mit dem Gesetz soll zudem eine neue "Kultur der Arbeitssicherheit" geschaffen werden. "Arbeitgeber
und Arbeitnehmer sollen sich stärker als bisher mit dem Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und der Arbeitssicherheit
auseinandersetzen", so Landesrätin Gnecchi. So ist auch vorgesehen, dass das Thema Arbeitssicherheit
in die Unterrichtsprogramme der Schulen aufgenommen werden kann.
Für die Anwendung einiger Bestimmungen sieht das Gesetz eine längere Anpassungszeit vor. So gelten etwa
die neuen Bestimmungen zur Risikobewertung erst ab 1. August. "Bis dahin bleiben selbstverständlich die
bisherigen Bestimmungen aufrecht", so Abteilungsdirektor Sinn. |