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ÖVP präsentiert Bürgervertrag |
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erstellt am
09. 09. 08
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Molterer:
Bürgervertrag ist klares Signal für neue Politik in Österreich
Hervorgegangen sei der "Bürgervertrag" aus der Perspektivengruppe und er
stehe unter der Schirmherrschaft des stellvertretenden ÖVP- Bundesparteiobmannes Josef Pröll
Wien (övp-pd) - ÖVP-Bundesparteiobmann Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer hat nach der Sitzung
des ÖVP-Bundesparteivorstandes am 08.09. die Bundesliste für die Nationalratswahl sowie den "Bürgervertrag"
der Volkspartei präsentiert. In der ÖVP- Bundesliste sieht Molterer "die Breite und Kraft repräsentiert,
mit der die Volkspartei gewinnen wird". Der Bürgervertrag sei ein "klares Signal für eine neue
Politik in Österreich: Wir wollen es anders und besser machen", kündigte der ÖVP-Bundesparteiobmann
an. Hervorgegangen sei der "Bürgervertrag" aus der Perspektivengruppe und er stehe unter der Schirmherrschaft
des stellvertretenden ÖVP- Bundesparteiobmannes Josef Pröll, mit dem Molterer gemeinsam nach der Pressekonferenz
den Bürgervertrag unterzeichnete.
Auf Molterers Antrag hat der ÖVP-Bundesparteivorstand den "Bürgervertrag" beschlossen: "Wir
wollen damit ein neues Verhältnis zwischen den Bürgern und dem Staat." Der Staat müsse "ganz
selbstverständlich" den Bürger "als Partner" annehmen, genauso wie die Bürger den
Staat "als Partner" brauchen, so Molterer. "Wir wollen unser neues Verständnis von Politik
signalisieren", bekräftigte der ÖVP-Bundesparteiobmann. "Wir wollen es anders und besser machen
und bieten neue Perspektiven als Antwort auf die kritischen Diskussionen der vergangenen beiden Jahre."
"Wir setzen mit dem Bürgervertrag klare inhaltliche Prioritäten", betonte Molterer. Dazu zählen
die Entlastung des Mittelstandes ohne neue Schulden, der Kampf gegen die Teuerung, die Vollbeschäftigung,
die Energie- und Klimaschutzpolitik, die moderne und offensive Familienpolitik, ein sicheres Sozial-, Gesundheits-
und Pensionssystem, eine konsequente Sicherheitspolitik, ein vielfältiges Bildungssystem sowie ein klares
und unmissverständliches "Ja" zu Europa. "Mit diesem Anspruch geht die Volkspartei zu den Menschen
in diesem Land", schließt der ÖVP- Bundesparteiobmann. |
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Bures: Wo kein Wille, hilft auch kein "Vertrag"
Es gibt für alle Parteien genug Gelegenheiten, mehr BürgerInnennähe zu zeigen
Wien (sk) - "Wo ein Wille zu einer Politik der Zusammenarbeit und mehr BürgerInnennähe
da ist, braucht es keinen zusätzlichen 'Vertrag'", so SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris
Bures zur Aktion von ÖVP-Chef Wilhelm Molterer und seinem Vize Josef Pröll. "Niemand hält die
ÖVP davon ab, mehr BürgerInnennähe an den Tag zu legen, wenn es darum geht, die Bevölkerung
stärker in den europäischen Prozess in Richtung soziales Europa mit einzubeziehen. Niemand hält
die ÖVP davon ab, rasch Maßnahmen gegen die Teuerung umzusetzen, von denen die BürgerInnen massiv
betroffen sind. Allein der ehrliche Wille dazu fehlt", so Bures.
"Schon mit der Regierungsvereinbarung hatten wir einen gemeinsamen 'Vertrag', in dem wir unseren Willen zur
Zusammenarbeit bekundet haben, der dann mit der Neuwahlansage von der ÖVP aufgekündigt wurde", so
Bures. "Das heißt, man braucht kein weiteres Schriftstück, sondern den ehrlichen Willen zur Zusammenarbeit",
so die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin abschließend. |
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Lockl: Eine Überschrift, aber nichts dahinter
Grüne an Molterer: Drei Wochen vor der Wahl eine andere Politik zu versprechen, ist
lächerlich
Wien (grüne) - "Eine Überschrift - aber nichts dahinter", stellt der Bundesparteisekretär
der Grünen, Lothar Lockl, zum heute vorgestellten ÖVP-"Bürgervertrag" fest. "Offenbar
gibt es in der ÖVP nur mehr Panikreationen. Mit Scheinpolitik wie sie der sogenannte 'Bürgervertrag'
darstellt, wird nichts erreicht, lediglich der Politikfrust der BürgerInnen wird damit verstärkt. Rot
und Schwarz haben zwei Jahre Zeit gehabt, den Stillstand im Land zu beenden und etwas weiter zu bringen. Das ist
ihnen nicht gelungen und am 28. September wird ihnen dafür die Rechnung präsentiert werden", so
Lockl. |
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Strutz: ÖVP-Bürgervertrag ist nicht das Papier wert
Glaubwürdigkeit der Volkspartei massiv erschüttert
Wien (bzö) - "Der von ÖVP-Obmann Molterer angekündigte "Bürgervertrag"
ist nicht einmal das Papier wert auf dem er festgeschrieben wird. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, daß
die ÖVP kein einziges Wahlversprechen eingehalten hat. Wenn man mit der ÖVP etwas vereinbart, so sind
das leere Kilometer. Dies mußten in Bezug auf Regierungsvereinbarungen sowohl das BZÖ als auch die SPÖ
schmerzlich erfahren. Beim BZÖ wurde der Vertrag, der mit allen Unterschriften besiegelt wurde, aus wahltaktischen
Überlegungen gebrochen, ohne vorher mit dem Vertragspartner zu reden. Das gleiche ist jetzt der SPÖ widerfahren.
Deshalb ist der Bürgervertrag nichts anders als ein reiner Wahlkampfgag", sagte BZÖ-Generalsekretär
Martin Strutz in einer Reaktion
Daß die ÖVP jetzt Verträge für die Einhaltung von Wahlversprechen brauche, zeige, wie sehr
die Glaubwürdigkeit der Volkspartei erschüttert sei. "Wenn Jörg Haider etwas ankündigt,
wie etwa den Kinderscheck, dann glauben ihm das die Wähler auch ohne Verträge. Jörg Haider hat hinlänglich
bewiesen: Ein Mann, ein Wort", so Strutz abschließend. |
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Wir übernehmen hier Stellungnahmen aller im Parlament
vertretenen Parteien – sofern vorhanden! Die Redaktion
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