Wien (bmi) - 2009 mussten im Schwerverkehrsbereich 132.576 Anzeigen nach dem Kraftfahrgesetz bei Kontrollen
von Lkw und Bussen erstattet werden (2008: 133.050). Hauptsächlich betrifft dies technische Fahrzeugmängel
an Karosserie, Bremsen und Reifen, aber auch Überladung und mangelnde Ladungssicherung.
Weitere 91.363 Anzeigen wurden nach den Sozialvorschriften im gewerblichen Güter- und Personenverkehr wegen
Nichteinhaltung der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten erstattet (2008: 94.687). 17.347 Lkw und Bussen wurde die
Weiterfahrt wegen schwerwiegender Mängel und "Gefahr im Verzuge" untersagt. (2008: 16.376).
Auf dem Gefahrgutsektor konnten die Kontrollen der Exekutive in ganz Österreich von 2008 auf 2009 um 42,5
% gesteigert werden. 2009 wurden 9.824 (2008: 6.894) Gefahrguttransporte kontrolliert, 954 davon mussten wegen
schwerer Mängel nach den Bestimmungen des Gefahrgutbeförderungsgesetzes stillgelegt werden. (2008 waren
es 999).
Ziel all dieser Kontrollen durch die Exekutive ist es einerseits, die sichtbare Präsenz der Exekutive an unfallträchtigen
oder gefährlichen Strecken und Straßenabschnitten zu verstärken und andererseits durch punktgenaue
Schwerpunktkontrollen und zielgerichtete Überwachungsmaßnahmen rücksichtslose und verantwortungslose
Lenker zum Schutz der übrigen Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr zu ziehen.
Im Jahr 2009 konnte erneut ein Rückgang bei den Getöteten im Straßenverkehr erreicht werden, mit
630 Opfern ist dies die niedrigste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im BMI im Jahr 1950.
Die Bundespolizei ist auch hinkünftig bestrebt, durch präventive und repressive Verkehrsüberwachungsmaßnahmen
eine nachhaltige Verhaltensänderung der Verkehrsteilnehmer im Sinne eines partnerschaftlichen und rücksichtsvollen
"Miteinander im Straßenverkehr" zu bewirken und so zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Österreich
beizutragen. |