Wirtschaftsminister stellt Initiativen für die Lehre vor: "Gut
ausgebildete Lehrlinge sind Facharbeiter von morgen"
Wien (bmwfj) - "Eine gute Jugendausbildung, vor allem bei den Lehrlingen, ist die Grundlage,
um beim nächsten Wirtschaftsaufschwung entsprechend profitieren zu können. Denn gut ausgebildete Lehrlinge
sind die Facharbeiter von morgen", betonte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner im Rahmen der Regierungsklausur
in Graz. "Daher haben wir gerade in Krisenzeiten unsere Schwerpunkte im Bereich Lehrlingsausbildung quantitativ
wie qualitativ ausgeweitet. Dass wir dabei die richtigen Schritte gesetzt haben, zeigen die Zahlen: Trotz Krise
konnte der Stand an Lehrlingen in Ausbildung mit Ende Jänner 2010 bei 130.255 fast auf dem Rekordniveau des
Vorjahres gehalten werden", so Mitterlehner.
"Ein zweiter Schwerpunkt ist die qualitative Verbesserung, um den Lehrberuf auch weiterhin als attraktive
Wahl zu positionieren", so Mitterlehner. "Wir entwickeln die Modullehrberufe konsequent weiter. 2009
wurden bereits drei Modulberufe umgesetzt, heuer sind im Lehrberufspaket 2010 zwei weitere vorgesehen, nämlich
die Bereiche Bekleidungsgestaltung und Elektrotechnik." So gab es bisher bei der Bekleidungsgestaltung acht
Einzelberufe. Sie werden jetzt zusammengefasst. "Dadurch wird der gesamte Bereich attraktiver", erklärt
Mitterlehner. 2011 wird die Metalltechnik in einen Modulberuf umgewandelt werden.
Die qualitative Verbesserung ist auch vor dem Hintergrund der abnehmenden Geburten ein Thema. "Wenn weiterhin
40 Prozent eines Jahrgangs eine Lehre machen, stehen bis 2015 aufgrund dieser demographischen Entwicklung fast
5.000 Lehrlinge weniger zur Verfügung", so Mitterlehner.
Die Lehrlingsförderung wurde im Jahr 2008 neu gestaltet: In eine Basis- und eine qualitative Förderung.
"Für alle Lehrberufe geben wir nicht weniger als 210 Millionen Euro im Jahr aus, was mit dem Beitrag
des AMS insgesamt 350 Millionen ergibt", so Mitterlehner und stellt klar: "Insgesamt liegen unsere Schwerpunkte
klar auf einer Attraktivierung des Lehrberufs. Derzeit ist eine Novelle zum Berufsausbildungsgesetz in Begutachtung,
wo als wichtiger qualitativen Schritt unter anderem die Steigerung der Mobilität und die Anrechnung von Auslandsaufenthalten
bis zu sechs Monaten vorgesehen sind." |