Leitbetrieb für Technologiestandort Wien
Wien (rk) - "Kapsch ist ein Musterbeispiel für Hightech aus Wien und Know-how, das weltweit
nachgefragt wird. Für die Wiener Wirtschaft ist das Unternehmen ein Leitbetrieb und eine Visitkarte für
den Technologiestandort Wien", sagte Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Mag.a
Renate Brauner am 22.04. bei einem Betriebsbesuch beim international tätigen Telekommunikationskonzern. Das
1892 gegründete Unternehmen ist mit der Geschichte der europäischen Telekommunikation des 20. Jahrhunderts
untrennbar verbunden. Die Kapsch Gruppe ist heute ein marktführendes Unternehmen der europäischen Verkehrs-
und Kommunikationsindustrie mit Sitz in Wien und mit zahlreichen weltweiten Niederlassungen. "Wien ist mit
über 5.300 Firmen eines der wichtigsten europäischen Zentren für Informations- und Kommunikationstechnologien.
Rund 20 Prozent des gesamten IT-Umsatzvolumens in Mitteleuropa wird von Wien aus gesteuert. Mit speziellen Förderprogrammen
und dem IKT-Cluster Vienna IT Enterprises hat die Stadt Wien die positive Entwicklung der Wiener IKT-Szene unterstützt",
so Brauner weiter.
Die Kapsch Gruppe beschäftigt insgesamt rund 2.600 Menschen, davon in etwa 1.800 in Wien. Mag. Georg Kapsch,
Vorstandsvorsitzender der Kapsch Gruppe, präsentierte Vizebürgermeisterin Brauner die Schwerpunkte des
Konzerns. Das sind unter anderem Mautsysteme, Lösungen für den Stadtverkehr wie Parkraumbewirtschaftung
oder Zufahrtskontrollsysteme sowie Verkehrsüberwachungssysteme. Kapsch-Technologien sind nicht nur in Österreich
im Einsatz, sondern weltweit von Australien bis China und Chile. So basiert zum Beispiel auch das LKW-Mautsystem
in Österreich oder der Tschechischen Republik auf Kapsch-Systemen.
Georg Kapsch: "Das intellektuelle Kapital einer modernen Gesellschaft ist ausschlaggebend für die Wettbewerbsfähigkeit
eines Wirtschaftsstandortes, daher kommen der Aus- und Weiterbildung sowie dem Bereich Forschung und Entwicklung
hohe Bedeutung zu. Auch mit geeigneten Maßnahmen in diese Richtung wird der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern
und Mitarbeiterinnen in Zukunft kaum ohne geregelte Zuwanderung zu decken sein. Wir sind vom Wirtschaftsstandort
Wien überzeugt, neben dem Hauptsitz des Unternehmens befindet sich auch unsere Produktionsstätte - als
eine der letzten unserer Branche - in Wien."
Begleitet wurde Brauner bei diesem Betriebsbesuch von Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur
Wien, sowie Gabriele Votava, Bezirksvorsteherin des 12. Bezirks, und Manfred Wurm, Bezirksvorsteher des 23. Bezirks.
Auch mit VertreterInnen des Betriebsrates traf Vizebürgermeisterin Renate Brauner zusammen.
Besonders eindrucksvoll erwies sich der Besuch Kapsch Components KG, der Hightech-Elektronikproduktion des Unternehmens
in Wien. Rund 150 hoch spezialisierte Beschäftigte arbeiten hier an der Produktion von hochwertigen elektronischen
Bauteilen und Systemen für die Branchen Telekommunikation, Verkehrstelematik und industrielle Elektronik.
Zum Einsatz kommen die hier produzierten Komponenten unter anderem in LKWs, die eine GO-Box zum Befahren von Autobahnen
und Schnellstraßen benötigen. Von diesem System sind weltweit rund 16 Millionen Stück im Einsatz.
Auch die Lesegeräte der E-Card greifen auf die Technologie von Kapsch zurück. |