LTP van Staa: „Keine Benachteiligung für Berggebiete im neuen EU-Finanzrahmen“
Innsrbuck (lk) - Im Rahmen einer Studienreise zum Thema „ Landwirtschaft und Tourismus in Österreich“
stattete eine hochkarätig besetzte Delegation aus Rumänien auch Landtagspräsident Herwig van Staa
einen Besuch ab. Europaparlamentarier Csaba Sogor, Staatssekretär Barna Tanczos und eine Reihe weiterer Ratsvorsitzender
verschiedener Kreise (vergleichbar mit französischen Departements) besichtigten zunächst in Begleitung
von Bauernbunddirektor Johannes Abentung und NR Franz Hörl den Tiroler Landtagssitzungssaal. LTP van Staa
erläuterte ihnen dabei die Eckpunkte in der historischen Entwicklung der drei Tiroler Landesteile.
Im daran anschließenden Gesprächsaustausch wurden vor allem Fragen der EU- Landwirtschafts- und Regionalpolitik
sowie Strategien und Zukunftsentwicklungen des Tourismuslandes Tirol erörtert. Aber auch der österreichische
Föderalismus und die EU-spezifischen Aspekte in den Beziehungen des Bundeslandes Tirol gemeinsam mit Südtirol
und dem Trentino im Hinblick auf die Gründung eines Europäischen Verbundes territorialer Zusammenarbeit
(EVTZ) und die Einbindung in eine neue europäische Makroregion Alpenraum wurden diskutiert.
Präsident van Staa ging insbesondere auch auf den von der Kommission präsentierten EU-Finanzrahmen 2014-2020
sowie die im Herbst startenden weiteren Verhandlungen ein und wies dabei auf die Gefahr der drohenden Kürzungen
gerade im Agrarbereich hin: „Es bedarf hier eines entschlossenen Auftretens sowohl auf EP- als auch auf mitgliedsstaatlicher
Ebene, um zu verhindern, dass es weitere gravierende Einschnitte in der ländlichen Entwicklung gibt.“ Gerade
die Förderungen für Berg- und Biobauern seien ansonsten besonders von diesen Kürzungen betroffen.
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