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Claire Hooper - Antike Mythen filmisch neu interpretiert im mumok |
erstellt am |
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Wien (mumok) - Mit der Ausstellung Nyx-Aoide-Eris präsentiert das mumok die Gewinnerin des Baloise
Kunst-Preis 2010, Claire Hooper. Die junge britische Künstlerin (*1978) wurde für ihre Videoarbeit Nyx
(2010) prämiert, die zusammen mit zwei jüngst entstandenen Filmen Aoide und Eris (2011) als Trilogie
im neuen mumok kino gezeigt werden. Hooper erzählt in ihren Filmen Alltagsgeschichten der Gegenwart, deren
Protagonisten und Handlungen sich an Konzepten der griechischen Mythenwelt orientieren. Schauplatze persönlicher
Erinnerungen wie prägnante Stationen der Berliner U-Bahnlinine 7 aus den 1970er- Jahren oder der Münchner
Ausstellungsraum Lothringer_13, den ihr Künstlervater bespielte, verwebt sie mit Helden oder Götterfiguren
der Antike. So erlebt der junge berliner Kurde Furat im Alkohol- und Drogenrausch eine nächtliche Odysee in
die Unterwelt, so steht die Muse des fertigen Gedichts Aoide bei der Aufarbeitung ihrer Erinnerungen an den Vater
Patin. Und so mutieren SozialarbeiterInnen in der dritten Geschichte beim Kampf einer 15-Jährigen Mutter um
das Sorgerecht ihres Kindes zu personifizierten Schicksalsgöttinen. Der Baloise Kunst Preis 2010 wurde im vergangenen Jahr an der Art Basel 41 zum zwölften Mal an junge KünstlerInnen verliehen. Arbeiten von Claire Hooper wurden von der Baloise Group für das mumok erworben und gehen als Schenkung in den Besitz des MUMOK über. |
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Informationen: http://www.mumok.at | ||
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