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Studiengebühren |
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erstellt am
14. 12. 11
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Töchterle:
Bewegung bei Studienbeiträgen
Karlheinz Töchterle zeigt sich erfreut, dass die SPÖ endlich ihre Blockade aufgegeben
hat. Jetzt geht es darum ein zielführendes Modell zu diskutieren.
Wien (övp-pd) - Die SPÖ ist zum Thema Studienbeiträge endlich gesprächsbereit.
Immer mehr rote Politiker sind für ein neues Studienbeitrags-Modell. „Ich bin erfreut, dass die SPÖ zu
einer inhaltlichen Diskussion bereit ist. Mein Modell mit zahlreichen sozialen Komponenten liegt am Tisch, ich
bin jederzeit gesprächsbereit“, stellt Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle klar.
Kreditmodell nach australischem Vorbild
Zurzeit steht ein Kreditmodell nach australischem Vorbild zur Debatte. Töchterles vorgelegtes Beitragsmodell
enthält bereits schon den Grundgedanken eines Kreditmodells. Eine Akademikersteuer, wie sie die SPÖ vorschlägt,
ist für den Wissenschaftsminister nicht produktiv: „Die Akademikersteuer ist nicht zielführend, weil
mir wichtig ist, dass die Beiträge an die Unis fließen und damit direkt Lehrenden und Studierenden zugute
kommen.“ Zudem kann durch Maßnahme nicht sichergestellt werden, dass auch ausländische Studierende einen
Beitrag zu ihrem Studium an einer österreichischen Uni leisten. |
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Kaiser: Ja zu "Akademikerzwanziger", Nein zu Studiengebühren!
Studiengebühren sind abzulehnende Barrieren, Akademikerzwanziger sozial verträgliches
Modell, das niemanden von Studium abhält. SPÖ Kärnten arbeitet Details aus.
Klagenfurt (sp-ktn) - Zu einer konstruktiven und differenzierenden Diskussion ruft Kärntens SPÖ-Chef
LHStv. Peter Kaiser beim Thema Studiengebühren auf. Gehe es nach ihm, Kaiser, sollte Alles, was zu Bildung
und Wissensbildung beiträgt kostenlos sein, auch z.B. Erwachsenenbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen.
"Ich stehe nach wie vor dazu, dass es keine Gebühren geben darf, die vor allem finanziell schwächere
Einkommensschichten von einem Studium abhalten könnten", spricht sich Kaiser gegen mögliche Varianten
aus, bei denen Studenten während des Studiums Beiträge leisten und dafür eventuell sogar zukunftsbelastende
Kredite aufnehmen müssen. "Niemand kann vorhersehen, ob er oder sie schlussendlich tatsächlich einen
Job findet, der eine Rückzahlung des Kredits möglich macht", so Kaiser.
Der große Zuspruch und die angeregte Diskussion über den von ihm in die Diskussion eingebrachten "Akademikerzwanziger"
zeige, dass dieses Modell durchaus realistische Chancen auf Umsetzung habe. "Ich halte das für eine faire
und gerechte Möglichkeit, weil so niemand vom Studium abgehalten wird und, weil die Beitragsleistung nach
absolviertem Studium mit Berufseintritt ab einem zu bestimmenden Einkommen, das ich mir bei 3200 Euro brutto vorstellen
kann, durchaus verkraftbar scheint", so Kaiser.
Derzeit sei man gerade dabei, offene Detailfragen zu klären, um dann schnellstmöglich Nägel mit
Köpfen machen zu können. "Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen können und nehmen die
konstruktiven Kritikpunkte in unsere Überlegungen mit auf, um ein gerechtes, zukunftsweisendes Modell zu erarbeiten",
kündigt Kaiser weitere intensive Gespräche auf verschiedenen Ebenen an. |
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Grünewald: Studierende brauchen Unterstützung, keine Strafsteuer
Grundsicherung für Studierende, damit sich junge Menschen ganz ihrem Studium widmen
können
Wien (grüne) - "Die Uni-Steuer ist eine Strafsteuer für alle Bildungswilligen. Damit würde
sich der AkadmikerInnenanteil in Österreich womöglich sogar reduzieren. Wir brauchen jedoch mehr, und
nicht weniger AkademikerInnen", reagiert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, auf
die Vorschläge zu einer Uni-Steuer. Grünewald fordert eine Grundsicherung für Studierende, damit
sich junge Menschen voll und ganz ihrem Studium widmen können. Zahlreiche Studierende brechen ihr Studium
aus finanziellen Gründen ab. Bereits 65 Prozent aller Studierenden arbeiten durchschnittlich 20 Wochenstunden.
Das verzögert ihr Studium und führt oft zum Verlust von Studienbeihilfe und Stipendien" beschreibt
Grünewald die oft triste Situation der Studierenden.
"Auch das von Minister Töchterle oftmals propagierte australische Modell, mit unterschiedlich hohen Studiengebühren,
ist für Österreich kein Vorbild", betont Grünewald. "Die je nach Studium unterschiedlich
hohen Gebühren verzerren die Studien-Wahl der Studierenden total. So meiden in Australien etwa viele Studierende
die relativ "teuren" Technik-Studien. Dabei werden gerade AbsolventInnen dieser Studienrichtungen von
der Wirtschaft dringend gebraucht." |
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