Oö. Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl und Forschungs-Landesrätin Mag.a Doris Hummer:
"Besserer Zugang zu internationalen Förderprogrammen für KMU"
Linz (lk) - Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl und Forschungs-Landesrätin Mag.a Doris Hummer:
"Für KMU ist die Teilnahme an internationalen Förderprogrammen im Bereich Forschung und Technologie
oft eine Herausforderung. CATT erarbeitete gemeinsam mit internationalen Partnern in einem EU-Projekt Vorschläge
für einen verbesserten Zugang zu Fördermöglichkeiten für KMU. Diese Empfehlungen wurden nun
an das Europäische Parlament übergeben."
Die Projektpartner analysierten 185 Förderprogramme und befragten über 900 kleine und mittlere Unternehmen
(KMU) in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie Bosnien-Herzegowina zu ihren Bedürfnissen. Die KMU brachten ihre
Sichtweise aktiv ein und können so unmittelbar die Gestaltung zukünftiger Förderinstrumente beeinflussen.
Die Ergebnisse der Analyse und der Befragung bildeten für den im Projekt gegründeten Expertenrat (European
Experts‘ Panel on research by SME) die Basis für die Erarbeitung der Handlungsempfehlungen. Der Rat besteht
aus rund 130 Vertreter/innen von KMU, KMU-Interessensverbänden und Trägerorganisationen von Förderprogrammen
in Europa.
Die CATT Innovation Management GmbH übergab als österreichischer Projektpartner die gemeinsam formulierten
Empfehlungen an EU-Parlamentarier Dr. Paul Rübig. Der Oberösterreicher übernahm auf Einladung von
CATT die Ehrenpräsidentschaft des Expertenrats und wird dessen Empfehlungen zur Diskussion ins EU-Parlament
einbringen.
Einige wesentliche Handlungsempfehlungen des Projekts MaPEer SME sind:
- Evaluierung der Anträge/Projekte nach der Bedeutung für die jeweilige Nische der KMU statt nach allgemeiner
Forschungsexzellenz oder nationaler/europäischer Bedeutung.
- Weitere Unterscheidung von KMU in kleinste, kleine und mittlere Unternehmen und entsprechende Staffelung der
Teilnahmebedingungen und Förderquoten.
- Regeln zur Programmteilnahme weiter vereinfachen und standardisieren.
- Implementieren eines "think small first" Prinzips: Ein Projekt soll mit einem kleinen Konsortium
aus Ideengeber/innen beginnen und später nach Bedarf um weitere Projektteilnehmer/innen erweitert werden können.
- Regeln für die öffentliche Beschaffung so gestalten, dass sie die Aufnahme von KMU-Innovationen besonders
unterstützen.
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