Feuerwehr-Landesrat Max Hiegelsberger: Das OÖ. Feuerwehrwesen - Ein stabiles Fundament nachhaltig
sichern
Linz (lk) - Oberösterreich ist eines der sichersten Länder dieser Welt. Einen wichtigen
Beitrag dazu leisten mehr als 91.000 freiwillige Feuerwehrleute mit ihrem täglichen Engagement. Auch 2011
haben Oberösterreichs Feuerwehrleute in unzähligen freiwilligen Stunden hohen Idealismus und Verantwortungsgefühl
für unsere Gesellschaft bewiesen. Eine Leistung die unbezahlbar ist. Würde man die ehrenamtliche Arbeit
der oberösterreichischen Feuerwehrleute hochrechnen, ergäbe das einen Wert von weit über 100 Mio.
€. Damit ist der Wert der Freiwilligenarbeit um ein vielfaches höher als seine Kosten.
Dennoch hat der Oö. Landesrechnungshof im Jahr 2008 nach einer Initiativprüfung des Feuerwehrwesens in
Oberösterreich Handlungsbedarf im Bereich der Kosten festgestellt und eine Neuausrichtung eingefordert. Das
Feuerwehrressort des Landes Oberösterreich und das Landesfeuerwehrkommando haben die Kritik aufgenommen.
Der damalige Feuerwehrreferent Landesrat a. D. Dr. Josef Stockinger und der damalige Landesbranddirektor Johann
Huber haben die Arbeitsgruppe "Feuerwehr 2030" eingerichtet, die im März 2010 ein Diskussionspapier
hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung des Feuerwehrwesens erarbeitet hat. Feuerwehrintern wurden diese
Vorschläge in den vergangenen beiden Jahren intensiv bearbeitet und diskutiert. Das gemeinsame Ziel ist es,
eine nachhaltige Optimierung des oberösterreichischen Feuerwehrwesens umzusetzen.
"Die Sicherheit der Menschen muss auch in Zukunft gewährleistet werden und dabei nachhaltig finanzierbar
sein" so Feuerwehr-Referent Landesrat Max Hiegelsberger.
In Zukunft Sicherheit gewährleisten: Die nächsten Schritte
Auf Basis der bisher erarbeiteten Erkenntnisse haben Feuerwehrreferent Max Hiegelsberger und Landesbranddirektor
Dr. Wolfgang Kronsteiner eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet, die die dargelegten Vorschläge analysiert
und der Politik konkrete Umsetzungsschritte vorschlagen soll.
Eine sich verändernde Gesellschaft braucht neue Antworten für die künftige Sicherung der Einsatzbereitschaft
und der Schlagkraft im oberösterreichischen Feuerwehrwesen. Im Vordergrund der Diskussion steht die Erhaltung
der Einsatzbereitschaft während des Tages, die Stärkung des Ehrenamtes sowie die begleitende Öffentlichkeitsarbeit
für das Ehrenamt und die oberösterreichische Feuerwehridee. Bis Juli 2012 soll dieses Maßnahmenpapier
vorliegen.
"Die oö. Freiwilligen Feuerwehren können nur dann weiterhin flächendeckend Sicherheit gewährleisten,
wenn die Einsatzbereitschaft in voller Mannschaftsstärke auch zukünftig gegeben ist", so Feuerwehrreferent
Hiegelsberger. Durch beruflich auspendelnde Mitglieder ist das nicht immer leicht zu handhaben. Der Fokus soll
in Zukunft auch verstärkt auf die Jugendarbeit gerichtet werden. "In der Jugendausbildung wird der Grundstein
für die Begeisterung und Motivation der Feuerwehr und der Mannschaftsstärke der Zukunft gelegt."
Die zukünftige Mitgliederentwicklung, die Sicherstellung der Tageseinsatzbereitschaft, eine Überarbeitung
der Ausbildungsrichtlinien sowie die Weiterführung des gut funktionierenden Bewerbswesens werden daher feuerwehrintern
intensiv behandelt.
Darüber hinaus werden die Oö. Brandbekämpfungsverordnung und das Oö. Feuerwehrgesetz hinsichtlich
ihrer Aktualität überprüft.
"Damit unser bestens funktionierendes Feuerwehrsystem auch in Zukunft finanzierbar bleibt, werden Kooperationen
und mehr Flexibilität das Sicherheitsnetz weiter verstärken. Regionale Sicherheitspläne werden uns
über Gemeindegrenzen blicken lassen", so Hiegelsberger. "Wichtig ist dabei, dass jede Oberösterreicherin
und jeder Oberösterreicher sich auch weiterhin sicher fühlen und sich darauf verlassen kann, dass die
Feuerwehr im Ernstfall rasch zur Stelle ist. Die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität", so Hiegelsberger.
"Darum heißt es, rechtzeitig Schritte zu setzen, damit das Feuerwehrwesen auch in Zukunft schlagkräftig
funktioniert. Diese Diskussion ist wichtig, um die Feuerwehrorganisation auf Dauer lebendig zu halten", so
Hiegelsberger. Getragen ist diese Zukunftsdiskussion Feuerwehr 2030 von gegenseitiger Wertschätzung, Anerkennung
und vor allem dem gemeinsamen Willen aller Beteiligten, dass das flächendeckende freiwillige Feuerwehrsystem
auch in 20 Jahren noch so großartig funktioniert. |